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Pascal Wehrlein zufrieden

"Unser Fortschritt hat viele überrascht"

Pascal Wehrlein - GP Bahrain 2016 Foto: xpb 63 Bilder

Pascal Wehrlein landete in seinem zweiten Formel 1-Rennen schon auf Rang 13. Punkte sind nicht mehr weit entfernt. Nach dem Bahrain GP verriet der Manor-Pilot, warum im Auto noch viel Potenzial stecke und warum ihm China noch besser liegen sollte.

04.04.2016 Tobias Grüner
Es sah aus, als wären in Bahrain Punkte drin gewesen. Sind Sie zufrieden?

Wehrlein: Ja, wir waren nicht weit weg. Das war positiv. Das Rennen war wirklich aufregend. Vor allem am Ende hatte ich richtig Spaß.

Hatten Sie während des Rennens das Gefühl, dass es klappen könnte?

Wehrlein: Klar. Ich war ja zwischenzeitlich schon in den Top Ten. Und es hat nicht schlecht ausgesehen. Aber wir mussten zwischendurch unplanmäßig unsere Strategie von 2 auf 3 Stopps ändern, weil wir mit übermäßigem Reifenabbau gekämpft haben. Das Problem müssen wir für die nächsten Rennen lösen.

Ist das ein generelles Auto-Problem oder lässt sich das mit Setup-Änderungen beheben?

Wehrlein: Mit einem guten Setup können wir den Reifen schon viel weiterhelfen. Vor allem in schnellen Kurven können wir uns noch verbessern. Aber es ist nichts, was sich einfach von heute auf morgen lösen lässt.

Wo liegen die generellen Stärken und Schwächen des Autos?

Wehrlein: Ich hatte das Gefühl, dass wir beim Bremsen und am Kurveneingang Zeit gutmachen. Es fehlt allerdings noch an Traktion und Grip auf der Hinterachse am Kurvenausgang. Und das geht auch auf die Reifen.

Das Layout in China belastet mehr die Vorderreifen. Kommt das Manor entgegen?

Wehrlein: Ja, das sollte uns besser liegen.

Wie viel Verbesserungspotenzial steckt denn noch im Auto?

Wehrlein: Das Bahrain-Wochenende war schon 100 Prozent besser als Melbourne. Es war aber erst das zweite Rennen. Natürlich können wir noch viel über das Auto lernen. Ich denke, da sind immer noch große Schritte drin. Wir sind noch lange nicht am Limit.

Sind Sie persönlich schon an ihrem Limit?

Wehrlein: In Bahrain war ich schon nah dran. Ich habe alles rausgeholt, was möglich war. Aber natürlich kann ich auch noch lernen. Vor allem den Umgang mit den Reifen. Ich hatte es in meiner Vergangenheit noch nie, dass ich über eine lange Distanz so auf die Reifen aufpassen muss. In der DTM konnte ich jede Runde 100 Prozent geben.

Haben Sie sich selbst denn schon gut in der Formel 1 eingelebt?

Wehrlein: Ich habe mich hier deutlich wohler im Auto gefühlt als noch in Melbourne. Ich lerne natürlich auch immer dazu. Am Anfang war alles neu. Später sind die Schritte dann nicht mehr so groß.

Ihr zweiter Formel 1-Start war aber nicht so gut wie der erste.

Wehrlein: Nicht ganz so gut. Ich musste aber auch von der Innenseite losfahren, was ein Nachteil ist. Gerade hier in der Wüste liegt dort mehr Staub. Und man kann ja auch nicht immer einen sensationellen Start haben.

Wie sind Sie durch das Getümmel der ersten Kurve gekommen?

Wehrlein: Da war richtig was los. Aber die ganze erste Runde ging drunter und drüber. Ich habe einfach versucht, auf mein Auto aufzupassen und mir keinen Frontflügel abzufahren.

Sie lagen zwischenzeitlich auf Rang 7 und waren häufiger im Fernsehbild zu sehen, als die Manor-Piloten in den letzten Jahren.

Wehrlein: Das zeigt, dass wir auf uns aufmerksam machen. Ich glaube, der Schritt nach vorne dieses Wochenende hat viele überrascht. Wir haben uns im Qualifying selbst überrascht. Ich hoffe, dass wir für das nächste Wochenende einen weiteren Schritt machen können und irgendwann dieses Jahr noch die Punkte erreichen können.

Wie ist die Befriedigung wenn man in der Formel 1 auf Rang 13 landet im Vergleich zu einem DTM-Sieg?

Wehrlein: Ich habe genauso viele Glückwünsche bekommen wie in der DTM, als ich aufs Podium gefahren bin.

Was war Ihr Highlight im Rennen?

Wehrlein: Der ganze letzte Run mit den Supersofts war extrem spannend. Das Auto war leicht, der Reifen hatte viel Grip. Ich konnte schnell auf die anderen aufholen. Das hat richtig Spaß gemacht. Leider hatte ich im Duell mit Sauber keine Hinterreifen mehr. Ich konnte eine kleine Attacke starten, aber da lag ich außen und hatte keine Chance.

Wie sehen die Ziele für China aus?

Wehrlein: Punkte wären natürlich schön. Ich war in Bahrain nah dran. Es hat nicht viel gefehlt.

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