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Wehrlein zieht positive Bilanz

"Haben den Speed von Sauber und Renault"

Pascal Wehrlein - Manor - GP China 2016 - Shanghai - Rennen Foto: sutton-images.com 27 Bilder

Pascal Wehrlein kam auch bei seinem dritten Grand Prix ins Ziel. Der Manor-Pilot fuhr auf Augenhöhe mit den Sauber- und Renault-Piloten und landete auf Platz 18. Das turbulente Renngeschehen spülte ihn sogar für neun Runden in die Punkteränge.

20.04.2016 Michael Schmidt

Drei Grand Prix, drei Zielankünfte. Nach Platz 16 in Australien und Rang 13 in Bahrain landete Pascal Wehrlein in China auf dem 18. Platz. In einem Rennen ohne Ausfälle ein respektables Resultat. "Wir haben immerhin 4 andere Autos aus eigener Kraft geschlagen." Das war 2015 noch undenkbar für das kleine englische Team. Wehrlein fordert aber auch: "Wir brauchen jetzt große Schritte nach vorn."

Immerhin durfte der Worndorfer erneut an den Punkterängen schnuppern. Von Runde 5 bis 13 lag der 21-jährige Deutsche in den Top Ten. Er zählte zu jenen 11 Fahrern, die mit den Soft-Reifen ins Rennen gegangen waren. Und zu den 7 Piloten, die in der Safety-Car-Phase nicht zum Reifenwechsel an die Boxen gingen. Das bedeutete für 4 Runden sogar Platz 4. "Ein schönes Gefühl, auch wenn ich wusste, dass es nur von kurzer Dauer sein würde."

Wehrlein-Poker mit Supersoft ging nicht ganz auf

Wehrlein verteidigte sich mit Köpfchen. "Gegen Fahrer, die ich sowieso nicht halten kann, habe ich nicht lange gekämpft. Ich hätte sonst nur Zeit verloren." Zeit, die am Ende kostbar war. Wehrlein kam 4,7 Sekunden hinter Kevin Magnussen und 1,6 Sekunden vor Romain Grosjean ins Ziel. Und zog eine positive Bilanz: "Ich glaube, es war ein ganz gutes Rennen."

Gegen Ende seiner 4 Stints machte sich am Manor ein alt bekanntes Problem bemerkbar. Das Auto frisst seine Reifen. "Da kämpfst du dann mit stumpfen Waffen." Deshalb ging auch der Poker nicht auf, Magnussen mit einem Satz Supersoft am Ende des Rennens noch einzuholen: "Die Reifen haben an unserem Auto nur ein begrenztes Fenster, und es hat nicht ganz gereicht." Trotzdem traut sich Wehrlein zu sagen: "Wir haben den Speed der Sauber und Renault."

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