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Maldonado in der Kritik

Droht bei Williams die nächste Sperre?

Pastor Maldonado GP Belgien 2012 Foto: xpb 43 Bilder

Nicht nur Romain Grosjean bekommt derzeit die Ohrfeigen rechts und links. Auch Pastor Madonado steht in der Kritik. Kein anderer Fahrer hat so viele Strafen angehäuft wie der Venezolaner. Viele meinen, dass auch in seinem Fall eine Sperre angemessen wäre.

05.09.2012 Michael Schmidt

Pastor Maldonado ist ein komischer Vogel. Seine Leistungen schwanken zwischen Gut und Böse. Sein Sieg beim GP Spanien war kein Zufallsprodukt. Maldonado hat in Barcelona immerhin Fernando Alonso im direkten Duell auf der Strecke geschlagen. Doch seit diesem Highlight kam kein einziger WM-Punkt mehr aufs Konto.

Keine Punkte mehr nach Spanien-Sieg

Seitdem er sich in seiner Heimat Venezuela mit seinem Sieg unsterblich gemacht hat, fällt der 27-jährige aus Maracay hauptsächlich durch Unfälle, Kollisionen, Geldstrafen und Strafversetzungen auf. Gegen Maldonados Sündenregister kommt nicht einmal Romain Grosjean an.

Insgesamt wurde der Williams-Pilot bereits vier Mal von der FIA zur Kasse gebeten und lieferte in Summe 13.000 Euro bei der Sportbehörde ab. Die größte Einzelrechnung stammt vom GP England, als ihm die Sportkommissare für die Kollision mit Sergio Perez eine Buße von 10.000 Euro aufbrummten.

Sieben Strafen, zwei Verwarnungen

Sieben Mal musste Maldonado in der Startaufstellung zurück. Nicht alle Versetzungen waren seine Schuld. Drei Mal kostete ihn ein Getriebewechsel Startpositionen. Wobei der Tausch der Kraftübertragung in Monte Carlo selbst verursacht war. Maldonado crashte im dritten Training in der Casinokurve, wobei er mit dem Heck voran in die Leitplanken einschlug.

Zwei gelbe Karten hat Maldonado schon von den FIA-Kommissaren bekommen. Bei der dritten Verwarnung drohen härtere Sanktionen - bis hin zur Sperre. Einige im Fahrerlager meinen, dass es dem heißblütigen Südamerikaner gut tun würde, mal ein Rennen auszusetzen. Viele konnten nicht nachvollziehen, dass die Stewards für Monza noch einmal "nur" Startplätze verteilten. Trotz der Fülle von Vergehen ist der Lerneffekt offenbar gering.

Die Kosten der Crashs und die Punkte, die Maldonado durch seine Aktionen verloren hat, will Williams schon gar nicht mehr zählen. Es würde auch nichts ändern. Pastor Maldonado hat bei Williams eine unkündbare Festanstellung. Sein Ölsponsor zahlt in fünf Jahren angeblich 150 Millionen Pfund in die Williams-Kasse.

Maldonados Sündenregister ist lang

Hier ein Auszug aus Maldonados Sündenregister:

GP Australien: Die FIA bittet Maldonado wegen Überschreiten des Tempolimits in der Boxengasse mit 400 Euro zur Kasse.
 
GP Bahrain: Fünf Startplätze zurück, weil Williams das Getriebe wechselt.
 
GP Monaco: Zehn Startplätze zurück, weil Maldonado im dritten Training den Sauber von Sergio Perez rammt. Der Verdacht von einer absichtlichen Tat lag nahe.
 
GP Monaco: Fünf Startplätze zurück, weil nach einem Unfall im dritten Training das Getriebe getauscht werden muss.
 
GP Kanada: Fünf Startplätze zurück. Zum dritten Mal wechselt Williams das Getriebe.
 
GP Europa: Maldonado wird wegen Überschreitung des Tempolimits in der Boxengasse mit 1.400 Euro gebüßt.
 
GP Europa: Maldonado kassiert 20 Strafsekunden, weil er Lewis Hamilton von der Bahn rempelt, nachdem er zuvor die Rennstrecke mit allen vier Rädern verlassen hatte.
 
GP England: 10.000 Euro Strafe, weil Maldonado eine vermeidbare Kollision mit Sergio Perez auslöst.
 
GP Deutschland: Maldonado muss 1.200 Euro bezahlen, weil er in der Boxengasse sechs km/h zu schnell ist.
 
GP Ungarn: Maldonado muss einmal strafweise durch die Box, weil er mit Paul di Resta zusammenstößt. Die Schuld liegt nach Meinung der Sportkommissare bei dem Williams-Fahrer.
 
GP Belgien: Maldonado startet vom sechsten statt vom dritten Platz, weil er im Q1 Nico Hülkenberg behindert.
 
GP Italien: Maldonado leistet sich beim GP Belgien einen eklatanten Frühstart. Weil er wegen seines frühen Ausfalls in Spa nicht direkt bestraft werden kann, muss er in Monza fünf Startplätze zurück. Weitere fünf Startplätze Strafversetzung gibt es für eine Kollision mit Timo Glock.

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