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Pastor Maldonado

Ein fast geläuterter Rennfahrer

Motor Racing - Formula One World Championship - Belgian Grand Prix - Race Day - Spa Francorchamps, Belgium Foto: xpb.cc 18 Bilder

Pastor Maldonado hat sich ähnlich wie Romain Grosjean zum Bad Boy der Formel 1 entwickelt. Der Venezolaner macht seit seinem Sieg in Barcelona nur noch negativ auf sich aufmerksam. Wie er das in Zukunft vermeidet, scheint ihm selbst noch nicht klar zu sein.

06.09.2012 Bianca Leppert

Pastor Maldonado sitzt in Monza gut gelaunt in der Williams-Hospitality. Wenn er spricht, blitzt immer wieder seine Zahnspange in der unteren Zahnreihe hervor. Man könnte ihn für einen freundlichen jungen Mann halten. Ist er ja eigentlich auch. Nur auf der Strecke setzt manchmal die gute Kinderstube aus.

Droht Maldonado auch Sperre?

Maldonado kann Romain Grosjean mittlerweile die Hand geben, was seine Reputation im Fahrerlager angeht. Gäbe es Goldmedaillen für die Strafen der FIA, wäre das Maldonados olympische Disziplin. Vier Mal wurde er von der FIA zur Kasse gebeten, sieben Mal musste er - teils unverschuldet wegen Getriebewechsel - in der Startaufstellung zurück. Das Sahnehäubchen: zwei gelbe Karten.

Macht Maldonado so weiter, könnte auch ihm eine Sperre drohen. Das harte Durchgreifen bei Romain Grosjean sollte ihm eine Lehre sein. Doch irgendwie scheint der junge Mann noch nicht ganz auf den Trichter gekommen zu sein, wo es bei seinem Fahrstil eigentlich hakt. "Ich wurde viel bestraft", sagt Maldonado. "Jetzt muss ich etwas anders machen, um mich von den Stewards fernzuhalten. Ich gebe mein Bestes, nicht wieder in diesen Raum zu müssen."

Selbsterkenntnis ist ja bekanntlich der erste Weg zur Besserung. Im zweiten Schritt folgt gewöhnlich ein Plan. Maldonado dämmert es: "Manchmal bin ich vielleicht zu aggressiv", sagt er. "Das ist mein Charakter. Manche mögen das, andere nicht. Ich muss es nutzen, wenn es gebraucht wird, aber nicht immer."

Maldonado als Finanzspritze

Für das Gerede im Fahrerlager interessiert er sich nicht. Und von seinem Team habe er nach wie vor gute Unterstützung. Nicht verwunderlich, schließlich spült sein Ölsponsor angeblich 150 Millionen Pfund in die Kasse. "Von außen zu kritisieren ist immer einfach", meint Maldonado. "Die Fehler waren nicht immer die gleichen."

Nun will der Südamerikaner nur noch in die Zukunft schauen. Die sieht aber auch in Monza nicht ganz so rosig aus. Wegen seiner Strafen in Spa muss er zehn Plätze weiter hinten starten. Eine nicht optimale Ausgangslage. Auch wenn er sich aus allem raushalten will, hat er den Eindruck, dass in diesem Jahr andere Regeln gelten als bisher. "Dieses Jahr scheinen die Stewards härter zu sein, nicht nur was mich betrifft, sondern allgemein. Wir müssen das respektieren und uns daran anpassen."

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