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Williams im Glück

Maldonado entgeht Startverbot nur knapp

Pastor Maldonado - Williams - Formel 1 - GP Monaco - 26. Mai 2012 Foto: xpb 72 Bilder

In Barcelona startete Pastor Maldonado von der Pole Position. Beim GP Monaco ist es nur der 24. Startplatz. Die Sportkommissare brummten ihm eine Strafversetzung um zehn Positionen auf. Beim Spanien-Sieger ging alles schief. Und er kann sich noch bedanken, dass er nicht ganz ausgeschlossen wurde.

26.05.2012 Michael Schmidt

Es war nicht der Tag von Pastor Maldonado. Der Sieger des GP Spanien ging mit der leisen Hoffnung in das Monaco-Wochenende, dass er auch diesen Grand Prix gewinnen könne. Das kann sich der 27-jährige Venezolaner nun abschminken. Er startet beim prestigeträchtigsten Grand Prix des Jahres nur vom 24. Startplatz. Dabei kann er von Glück reden, dass er überhaupt dabei ist. Die Sportkommissare waren nahe dran, Maldonado ganz auszuschließen.

Doch der Reihe nach. Die Verkettung unglücklicher Umstände begann damit, dass Williams wegen des verregneten zweiten Trainings am Donnerstag entschied, seine Fahrer am Samstagvormittag so lange wie möglich mit im Renntrimm testen zu lassen. Erst zehn Minuten vor Schluss ließ Williams das Benzin ab. Wahrscheinlich zu spät. Im Cockpit mit der Startnummer 18 machte sich Hektik breit. Auf dem Weg auf die erste schnelle Runde mit den superweichen Reifen fuhr Maldonado dem Sauber von Sergio Perez gegen das linke Vorderrad.

Getriebewechsel nach Crash am Casino

Drei Kilometer später steckte er selbst in den Leitplanken. Der eine Zwischenfall hatte mit dem anderen nichts zu tun. Nach Aussage der Ingenieure visierte Maldonado die Casino-Kurve deshalb zu früh an, weil sein Fahrgefühl noch auf 100 Kilogramm Benzin an Bord geeicht war. Der Williams-Pilot touchierte innen die Leitplanken und schlug außen in die Stahlschienen ein.

"Wir hatten die ganze Pause bis zur Qualifikation alle Hände voll zu tun", bestätigte Technikkoordinator Mark Gillan. "Das Auto war stark beschädigt." Schon in der Mittagspause bemerkte man Metallspähne im Getriebe-Öl. Es war klar, dass die Schaltbox das Rennen nicht durchhalten würde. Aus Zeitmangel wurde der Wechsel erst nach dem Qualifying durchgeführt. Der unplanmäßige Austausch wird bekannterweise automatisch mit einer Strafe von fünf Startplätzen erkauft.

Zehn Plätze Strafe nach Crash mit Perez

Nach der Rangelei mit Perez musste Pastor Maldonado mit Teammanager Dickie Stanford auch noch bei der Rennleitung antreten. Dort ging man davon aus, dass die Attacke gegen Sergio Perez Absicht war. Maldonado verteidigte sich, dass er sich beim Einlenken verschätzt habe. So wie später am Casino.

Als Mitbesitzer Toto Wolff bei Sportkommissar Nigel Mansell nachfragte warum die Strafe mit zehn Startplätzen zurück so hart ausfiel, bekam er zur Antwort: "Seid froh, dass er überhaupt mitfahren dürft. Wir waren nahe dran, ihn für das ganze Wochenende auszuschließen."

Mansell und Maldonado werden keine Freunde mehr werden. Der Weltmeister von 1992 hatte den Venezolaner bereits vergangenes Jahr in Spa bestraft und ihn fünf Startplätze zurückversetzt. Damals hatte sich Maldonado mit Lewis Hamilton angelegt.

Maldonado 15 Plätze zurück ans Ende des Feldes

Auch die Qualifikation verlief nicht nach Plan für Maldonado. In den ersten beiden K.O.-Runden landete der Barcelona-Sieger jeweils in den Top 5. Doch dann reichte es im Top Ten-Finale nur zu Rang neun. Der Südamerikaner hatte nur noch einen gebrauchten Reifensatz der Sorte "supersoft" übrig. Damit schaffte er eine Zeit von 1.15,45 Minuten. "Mit einem neuen Satz wäre mindestens 1.14,8 Minuten möglich gewesen", glaubt Wolff. Mark Gillan bestätigt: "Wir hatten den Speed für Platz vier bis fünf."

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