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Pastor Maldonado zu seinem Crash

"Irgendwas mit den Reifen war falsch"

Pastor Maldonado - GP Spanien 2014 Foto: xpb 60 Bilder

Der Crash von Pasto Maldonado war die spektakulärste Szene im Qualifying von Barcelona. Der Lotus-Pilot glaubt nicht an einen Fahrfehler. Er vermutet eher ein Problem bei den Reifen. "Entweder Temperatur oder zu wenig Luftdruck."

10.05.2014 Tobias Grüner

Pastor Maldonado hat in seiner Karriere schon einiges an Kleinholz produziert. Wer den Venezolaner verpflichtet, muss damit rechnen, dass die Reparaturkosten etwas höher ausfallen als normalerweise. Zuletzt war der Lotus-Pilot im Training von Shanghai ein paar Mal von der Ideallinie abgekommen. In Barcelona wartete der Spanien-Sieger von 2012 bis zum Qualifying.

Wieder Fahrfehler von Maldonado?

Schon nach 4 Minuten ging es am Ausgang von Kurve 3 in die Bande. "Ich habe noch nie gesehen, dass da jemand innen abgebogen ist", analysierte Ex-Pilot Martin Brundle. Nach Analyse der Fernseh-Bilder waren sich mit dem Urteil alle Experten einig: Fahrfehler. Maldonado kam beim Herausbeschleunigen auf den rutschigen Teil neben der Strecke und verlor die Kontrolle.
 
Dieser Meinung wolle sich der Pilot nicht anschließen: "Wir müssen uns das noch einmal genau anschauen. Aber ich glaube, es lag entweder an den Reifentemperaturen oder dem Luftdruck. Das Auto ist in der Kurve einfach weggerutscht. Am Ende habe ich das Auto dann verloren. Aber vorher war das Problem. Deshalb kam ich erst so weit nach außen."

Aber auch im letzten Teil, hätte Maldonado noch den Einschlag verhindern können. "Da ist die Strecke grün angemalt. Das ist kein Kunstrasen. Normalerweise kann man da einfach drüberfahren. Das machen alle Fahrer regelmäßig. Das ist ein typischer Teil der Strecke. Aber das Problem war schon vorher vorhanden."

Grosjean zeigt Potenzial des modifizierten Lotus

Das Ziel sei ein Platz unter den ersten 6 gewesen. Jetzt können sich die Fans darauf freuen, dass sich ein angriffslustiger Maldonado von der letzten Startreihe nach vorne kämpfen will. "Mein Ziel ist ein Platz unter den ersten Zehn. Wir haben einen großen Schritt nach vorne gemacht. Im Vergleich mit Australien ist das ein komplett anderes Auto. Um das Podium anzugreifen, müssen wir aber noch einen weiteren Schritt machen."

Wie gut der Lotus geworden ist, konnte nur Romain Grosjean zeigen. Der Franzose startet das Rennen in Barcelona von Rang 5. "Wir konnten das Auto stetig verbessern. Im letzten Abschnitt habe ich die Runde gut hinbekommen. Gestern hat mein Auto leider noch nicht so funktioniert. Heute hat alles gepasst. Wenn ich auch im Rennen auf P5 ankomme, wäre ich zufrieden."
 
Grosjean hofft, dass es in den nächsten Rennen noch weiter nach vorne geht: "Vom Sprit und von neuen Motor-Mappings sollte noch ein weiterer Schritt kommen. In Sachen Setup-Arbeit finden wir gerade heraus, dass kleine Tricks große Auswirkungen haben. Weil wir zu Beginn des Jahres sehr wenig gefahren sind, merken wir das leider jetzt erst. Ich hoffe, dass wir bei dem Test kommende Woche viele Kilometer abspulen und noch mehr herausfinden."

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