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Strafe nach Crash mit Perez

Maldonado muss zehn Plätze zurück

Pastor Maldonado - Williams - Formel 1 - GP Monado - 24. Mai 2012 Foto: xpb 92 Bilder

Vor zwei Wochen in Barcelona war die Welt für Pastor Maldonado noch in Ordnung. Doch in Monaco wurde der Premierensieger schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Fünf Minuten vor Ende der dritten Trainingssitzung krachte der Venezolaner in der Casino-Kurve in die Bande und beschädigte seinen Williams schwer.

26.05.2012 Tobias Grüner

FIA sieht Schuld bei Maldonado

Eine Runde vor dem Zwischenfall hatte sich Maldonado schon eine andere Kollision geleistet. In der Portier-Kurve vor dem Tunnel krachte er dem Sauber von Sergio Perez seitlich ins Auto. Der Mexikaner war auf einer langsamen Runde. Maldonado fühlte sich offenbar behindert. "Er ist ihm völlig unnötig in die Kiste gefahren", schimpfte Peter Sauber anschließend.

Nach der Session mussten beide Piloten bei den FIA-Stewards antreten. Nach Anhörung beider Seiten gaben die Schiedsrichter Maldonado die alleinige Schuld an der vermeidbaren Kollision. Die Strafe: In der Startaufstellung geht es für den Südamerikaner zehn Plätze zurück. Die TV-Bilder hatten gezeigt, dass der Williams die Kurve enger als nötig gefahren war, um den Sauber zu schneiden.

Weitere Strafe für Maldonado?

Maldonado war schon in der vergangenen Saison mit einem ähnlichen Manöver negativ aufgefallen. Beim GP Belgien hatte er sich im Training mit Lewis Hamilton angelegt und war bei langsamer Fahrt mit dem McLaren kollidiert. Damals betrug die Starfe für den heißblütigen Venezolaner nur fünf Plätze. Nun griff die FIA für den Wiederholungstäter im Strafenkatalog eine Kategorie höher.

Für Maldonado, der als einer der Favoriten für den Monaco GP galt, bedeutet das einen herben Rückschlag. Überholen ist im Fürstentum bekanntlich schwierig. Vielleicht kommt es aber noch schlimmer für den Williams-Piloten. Wenn bei dem Crash auch noch das Getiebe beschädigt wurde und ausgetauscht werden müsste, kämen noch einmal fünf Plätze Strafe oben drauf.

Verwarnung gegen Hülkenberg

Neben der Kollision mit Maldonado musste Perez noch eine brenzlige Situation überstehen. Am Ende einer schnellen Runde lief der 22-Jährige in der Rascasse-Kurve auf den Force India von Nico Hülkenberg auf. Der Deutsche bremste plötzlich stark ab, um Platz nach vorne für seine schnellen Versuch zu bekommen. Perez konnte einen Auffahrunfall gerade noch verhindern. Mit einer Verwarnung durch die Rennleitung kam Hülkenberg noch glimpflich davon.

Maldonado ist übrigens nicht der einzige Pilot, der nach dem Qualifying nach hinten gesetzt wird. Michael Schumacher muss nach seinem Crash von Barcelona (mit Bruno Senna) fünf Plätze zurück. Dass zwei schnelle Autos weiter hinten stehen, bringt sicher noch etwas mehr Würze für das Rennen am Sonntag.

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