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Paul di Resta mit Risiko-Taktik

Der 5-Minuten-Traum von Pole Position

Paul di Resta GP Belgien 2013 Foto: xpb 66 Bilder

Paul di Resta durfte genau 5 Minuten und 13 Sekunden über die mögliche Pole Position träumen. Doch dann ging es doch noch bis in die dritte Startreihe zurück. Im Rennen hofft der Schotte, dass er diese Position wenigstens halten kann. Dazu sollte es allerdings nicht regnen.

24.08.2013 Tobias Grüner

Lange sah es am Samstag (24.8.2013) in Spa nach der ganz großen Sensation aus. Paul di Resta hatte zu Beginn des Q3 als einziger Pilot auf Intermediates gesetzt. Die Konkurrenz geriet mit Slicks in den Regen. "Das war wirklich eine riskante Entscheidung", grinste Di Resta später. "Ich haben dem Team gesagt, dass wir etwas anders machen müssen als die anderen."

Leicht war es nicht, die Ingenieure von den Intermediates zu überzeugen, während der Rest des Feldes mit Trockenreifen auf die Strecke ging. "Ich habe auf die Monitore gezeigt, wo die Zuschauer schon die Schirme aufspannten. In den ersten beiden Sektoren war es noch trocken. Da hatte ich plötzlich Zweifel, dass es die richtige Wahl ist. Aber als ich im letzten Sektor war, wusste ich, dass es unsere beste Chance sein würde, sofort eine schnelle Runde zu fahren."

Traum von der Pole Position geplatzt

Es war die richtige Strategie. Während Di Resta noch eine halbe Runde auf fast trockener Bahn fahren durfte, fand die Konkurrenz eine komplett feuchte Piste vor, als sie auch endlich die richtigen Reifen aufgezogen hatte. "Man muss fair bleiben. Wir hatten klar die besten Bedingungen. Wenn wir am Ende unsere Zeit gefahren wären, hätten wir nie so weit vorne gestanden", gibt der Pilot zu.

Mehr als 5 Minuten konnte Di Resta von der Pole Position träumen. Die karierte Flagge wurde bereits geschwenkt, als erst Nico Rosberg, dann auch noch Webber, Vettel und schließlich Hamilton mit dem letzten Schuss vorbeigingen. "Einen kurzen Moment hab ich dran geglaubt. Aber dann bin ich in der Reihenfolge immer weiter zurückgefallen. Ich möchte aber nicht klagen. Platz 5 ist das beste, was wir in dieser Saison geschafft haben", erklärte Di Resta nicht unzufrieden.

Di Resta schielt nicht auf Podium

An Rang fünf hatte der Force India-Pilot vor dem Qualifying gar nicht gedacht. Der einsetzende Regen 10 Minuten vor Start der Sitzung kam äußerst ungelegen. "Wir hatten so viele Probleme bei feuchten Bedingungen. Deshalb drücke ich die Daumen, dass es morgen trocken ist. Im Q2 hatte ich nur 7 Zehntel Rückstand auf die Spitze. Wir sind in den Sektoren 1 und 3 besonders stark. Und nur dort kann man überholen. Wenn es trocken bleibt, hoffe ich auf Punkte."

An das mögliche erste Podium seiner Karriere verschwendet Di Resta keinen Gedanken. "Ich schaue nicht nach vorne. Für mich wäre es schon gut, dort zu bleiben, wo ich bin. Da muss man realistisch bleiben. Vor vier oder fünf Rennen hätte ich vielleicht noch anders gedacht. Aber zuletzt war unser Auto nicht mehr so stark. Wir haben jetzt zwar herausgefunden, in welche Richtung es gehen muss. Aber ich will nicht lügen: Die neue Reifenkonstruktion hat uns eingebremst."

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