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Paul di Resta Q&A

"Renntempo besser als erwartet"

Sutil & Di Resta GP Singapur 2011 Foto: Force India 53 Bilder

Paul di Resta lieferte bei seiner Singapur-Premiere eine Gala-Vorstellung ab. Platz sechs war das beste Resultat seiner Formel 1-Karriere. Dennoch muss der schottische Rookie weiter hoffen, dass er auch nächstes Jahr bei Force India fahren darf.

27.09.2011 Tobias Grüner
Wie groß ist die Freude nach dem besten F1-Resultat Ihrer Karriere?

Di Resta: Das war wirklich ein tolles Ergebnis für das ganze Team. Wir wollten eigentlich nur beide Autos in die Punkte bringen. Aber das Tempo war besser als erwartet. Die technischen Upgrades haben wirklich gut funktioniert. Vor allem auf die Renndistanz gesehen sind wir deutlich stärker. Nachdem ich am Freitag nicht mit viel Sprit gefahren bin, war das nicht einfach im Rennen.

Hat das Safety-Car geholfen oder eher geschadet?

Di Resta: Das Safety-Car hat uns sicher nicht geholfen. Wir wären vielleicht auf den gleichen Plätzen ins Ziel gekommen, aber ich denke, wir wären ohne Safety-Car noch stärker gewesen. Die weichen Reifen hätten bei mir noch einige Runden gut durchgehalten.

Wie riskant war der Poker mit den harten Reifen am Start?

Di Resta: Ich würde nicht sagen, dass wir ein großes Risiko eingegangen sind. Wir haben uns als Team entschieden, beide Autos von der Strategie her aufzuteilen, um uns abzusichern. In den ersten sechs Runden war es mit dem harten Reifen sicher nicht ideal. Aber dann wurde es zum Vorteil. Ich konnte dadurch frei fahren. Zur Mitte des Rennens lagen Adrian und ich nahe beinander. Aber ich war dann mit dem weicheren Reifen ein gutes Stück schneller. Im letzten Stint war ich dann auch deutlich schneller als Rosberg. Wir konnten das Tempo kontrollieren und uns um die Reifen und den Spritverbrauch kümmern.

Waren Sie nicht überrascht, dass sie im ersten Stint so gut mit ihrem Teamkollegen mithalten konnten?

Di Resta: Das war vorher schon eine Reise ins Ungewisse. Ich habe in den ersten drei, vier Runden etwas vorsichtiger angehen lassen und wollte nichts Dummes machen. Die Leistung von uns beiden war sehr ausgeglichen das ganze Wochenende.

Und wie war der Verschleiß auf den weicheren Reifen?

Di Resta: Der war noch gar nicht spürbar als das Safety-Car rauskam und ich wieder auf die härteren gewechselt habe. Ich wurde vorher immer schneller und schneller. Ohne Safety-Car hätten wir es uns am Ende sicher noch ein Stück leichter machen können. Rosberg konnte nach dem Restart etwas Druck machen. Seine Reifen haben dann schneller abgebaut und ich konnte wieder einen Vorsprung rausfahren.

Waren Sie während des Rennens aufgeregt, soweit vorne zu fahren?

Di Resta: Ich lag ja zwischendurch auf Rang fünf. Aber es war nicht sinnvoll, sich lange gegen Lewis (Hamilton) zu wehren. Er war ein gutes Stück schneller. Aber hier mit acht Punkten abzureisen - zwölf für das Team - das ist sehr viel für uns.

Wie haben Sie Ihren ersten Singapur GP körperlich durchgestanden?

Di Resta: Das war wirklich hart. Ich hatte noch ein bisschen was im Tank. Aber man verliert sicher etwas im Laufe des Rennens.

Und wie war es mit der Konzentration?

Di Resta: Zum Glück waren keine Fehler drin. Das ist auf so einem Straßenkurs ganz wichtig. Das kann richtig kosten. Da muss man fokussiert bleiben. Das ist mir zum Glück gelungen.

Wie viel von dem sechsten Platz geht auf das Konto des Teams und wie viel auf den Fahrer?

Di Resta: Das Team hat wirklich eine tolle Arbeit abgeliefert. Ich habe sicher auch einen ganz ordentlichen Job gemacht. Aber man gewinnt und verliert als Team. Alles hat funktioniert, die Boxenstopps waren toll. In der Hitze können schon mal leicht Fehler passieren. Das ist nicht nur für die Fahrer das härteste Rennen des Jahres. In der Garage sitzen die Jungs auch mit Overall und Helm. Jeder hat sich sein Bier verdient und sollte vor Japan noch etwas entspannen. Das wichtigste ist, dass wir Sauber noch ein paar Punkte abgenommen haben.

Wie sieht es nach der Vorstellung mit dem Job für nächstes Jahr aus?

Di Resta: Das weiß ich nicht. Dass ist nicht meine Entscheidung. Ich fühle mich wohl im Team und bin glücklich, dass ich dieses Jahr die Chance bekommen habe, ein Formel 1-Fahrer zu werden. Ich bin ehrgeizig mich weiterzuentwickeln. Ich hoffe, dass ich die Vorgaben erfülle, die das Team an mich stellt.

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