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Pedro de la Rosa

"Fühle mich wieder wie ein Rennfahrer"

Pedro de la Rosa Foto: Sauber 44 Bilder

Im Alter von 38 Jahren startet Pedro de la Rosa eine zweite Karriere bei Sauber. An der Seite von Jungspund Kamui Kobayashi will der erfahrene Spanier zeigen, dass er mehr ist als ein guter Testfahrer. "Ich habe es immer noch drauf", ist sich De la Rosa sicher.

21.01.2010 Tobias Grüner

Mit Pedro de la Rosa konnte Teamchef Peter Sauber seinen Wunsch nach einem erfahrenen Piloten perfekt erfüllen. Kaum ein Pilot hat mehr Kilometer auf den Teststrecken dieser Welt zurückgelegt als der Mann aus Barcelona. Und kaum einer weiß mehr über die Entwicklungsarbeit im Cockpit. Der Spanier selbst ist allerdings froh, dass diese Ära nun beendet ist.

De la Rosa hat immer an Comeback geglaubt

"Ich bin extrem glücklich darüber, weil ich so viele Jahre daraufhingearbeitet habe", kommentierte De la Rosa seine Vertragsunterzeichnung auf der offiziellen F1-Webseite "formula 1.com". Den Job als Testfahrer bei McLaren hatte der 72-fache Grand Prix-Teilnehmer immer schon nur als Zwischenstation angesehen. "Meine Motivation lag immer darin, dass ich daran geglaubt habe, dass so etwas passieren könnte."

Er habe viel gelernt bei McLaren-Mercedes, das er nun bei seinem neuen Arbeitgeber einbringen will. Das Wichtigste sei allerdings das gut Gefühl, ein Stammcockpit zu besitzen und wieder Grand Prix zu fahren. "Das wichtigste für einen Rennfahrer ist es, sich zu fühlen wie ein Rennfahrer. Ich kann gegen andere Piloten antreten und fühle jetzt schon, wie das Adrenalin durch meinen Körper fließt." Sein neues Sauber-Team bezeichnete der Katalane als "konkurrenzfähig" und "unterschätzt".

De la Rosa hat es immer noch drauf

Vorwürfe, er sei zu alt oder bereits eingerostet, lässt der Sauber-Neuling nicht gelten. "Ich wäre nicht hier, wenn ich es nicht noch drauf hätte. Ich bin hochmotiviert. Ich bin ein harter Arbeiter und das ist auf diesem Level das Allerwichtigste. Wir werden sehen, wie gut ich bin. Ich denke, dass ich noch besser sein kann, als es die Leute erwarten." In den vier Testwochen will De la Rosa nun nach und nach wieder auf Touren kommen.
 
Seine Verhandlungen in den vergangenen Monaten beschreibt der Spanier als Achterbahnfahrt. "In einigen Wochen hat es danach ausgesehen, dass ich mir einen Platz sichere, in anderen schien alles in sich zusammenzubrechen. Aber am Ende ist es aufgegangen. Es waren sehr intensive Verhandlungswochen." Mit dem Vertrag in der Tasche war seine Rolle im Team schnell definiert. "Ich möchte meinem Teamkollegen Kamui helfen, weil er sowohl schnell, jung und unerfahren ist. Wir müssen eine starke Einheit bilden um das große Potenzial des Teams auszuschöpfen."

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