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Pedro de la Rosa nach Technik-Problem in Jerez

"Ich dachte schon, es ist vorbei"

Pedro De la Rosa, Ferrari, Formel 1-Test, Jerez, 8. Februar 2013 Foto: Daniel Reinhard 35 Bilder

Pedro de la Rosa gab in Jerez sein Debüt im Ferrari. Doch nach anderthalb Runden wäre der Traum beinahe schon vorbei gewesen. Das Getriebe verabschiedete sich mit spektakulären Rauchzeichen. Am Ende konnte der Spanier aber dennoch ein positives Fazit ziehen.

08.02.2013 Tobias Grüner

Man konnte Pedro de la Rosa den Stolz ansehen. Endlich einmal im roten Rennoverall. Endlich einmal im roten Formel 1-Rennwagen. "Davon habe ich mein ganzes Leben geträumt." Doch beinahe wurde die Premiere zum Alptraum für den 41-Jährigen Spanier. Nach wenigen Kilometern streikte die rote Göttin in der Installationsrunde.

Gut sichtbar für alle Zuschauer in Jerez, spuckte der Ferrari plötzlich Flammen aus den Öffnungen in der Heckverkleidung. Eine heftige Rauchentwicklung bei den Löschversuchen der Streckenposten ließen Schlimmes vermuten. "Ich dachte schon, dass nach nur einer Runde alles vorbei ist", schüttelte De la Rosa am Abend den Kopf. "Wegen der Hitzschäden habe ich schon befürchtet, dass es gar nicht mehr weitergehen kann."

Ferrari bekommt extra Testzeit

Am Ende stellte sich das Problem als kapitaler Getriebeschaden heraus. Die Reparatur über Mittag dauerte fast vier Stunden. "Das hat uns das ganze Programm durcheinandergebracht." Da auch die anderen Autos wegen Ausbesserungen an der Strecke eine ganze Stunde in der Garage bleiben mussten, gab es am Abend immerhin noch eine halbe Stunde extra. Am Ende kam der Ferrari aber nur auf 51 Runden.

Ganz wohl fühlte sich De la Rosa in seinem Dienstwagen allerdings nicht. "Ich bin etwas größer als Felipe (Massa) und Fernando (Alonso). Deshalb war meine Sitzposition etwas zu hoch. Das Auto ist eben nicht für mich gebaut worden. Es war deshalb nicht sehr gemütlich. Aber das wusste ich schon vorher. Am Nachmittag konnte ich aber noch ein paar gute Runden drehen. Deshalb sind meine Gefühle etwas gemischt."

Ferrari muss Simulator verbessern

De la Rosa dankte Ferrari noch einmal für die Chance, die sich ergeben hat, weil sich Stammpilot Fernando Alonso in Dubai für die Saison fit macht. "Sie haben mich aber nicht einfach nur aus Spaß ins Auto geschmissen. Ich hatte ein vernünftiges Programm. Für meine Arbeit im Simulator war es einfach wichtig, dass ich weiß, wie sich das richtige Formel 1-Auto anfühlt. Auch wenn ich keine Longruns geschafft habe."

De la Rosa gab zu, dass Ferrari in puncto Simulator noch Nachholbedarf hat. Konkurrenten wie McLaren sind hier deutlich weiter. "Wir sind noch nicht da, wo wir sein wollen. Aber deshalb hat man mich ja verpflichtet. Um den Aufholprozess zu beschleunigen. Wie lange das dauert, kann ich aber nicht sagen."

Fans feiern De la Rosa

Zum Ferrari F138 wollte der Routinier noch keine konkrete Aussage machen. "Es lässt sich nur schwer mit den Autos vergleichen, die ich vorher gefahren bin. Dafür waren auch die Regeln über die Jahre zu verschieden. Es kommt auch nicht darauf an, dass das Auto jetzt gut ist. Es kommt darauf an, wo wir in Australien stehen."

"Ich kann schon sagen, ob es ein gutes oder ein schlechtes Auto ist. Die Balance passt einigermaßen. Es reagiert gut auf Setup-Änderungen. Wir müssen natürlich noch viel über die Reifen lernen." Für De la Rosa war es vielleicht die letzte Chance, ein modernes Formel 1-Auto zu fahren. Im Alter von 41 Jahren gibt es nicht mehr viele Gelegenheiten. Deshalb gab es am Ende von den spanischen Fans auch zu Recht Standing Ovations auf der Haupttribüne.

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