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Perez-Debüt im McLaren

Neustart im dritten Jahr

Sergio Perez, McLaren, Formel 1-Test, Jerez, 5.2.2013 Foto: xpb 63 Bilder

Sergio Perez ist in der Formel 1 eine feste Größe. Der 23-jährige Mexikaner gab 2011 sein Debüt in der Formel 1 und ist seither 37 Formel 1-Rennen gefahren. Doch 2013 beginnt die Karriere des ehemaligen Sauber-Piloten noch einmal neu. Perez macht bei McLaren einen Neustart.

07.02.2013 Michael Schmidt

Der erste Testtag bei McLaren war für Sergio Perez wie der Beginn eines Traumes. Aus dem Sauber-Piloten ist ein anderer Rennfahrer geworden. Zwei Monate lang wurde Perez für diesen Tag gedrillt. Fitness und Mentaltraining bei Teamarzt Aki Hiintsa. Endlose Klausuren mit den Ingenieuren. Rund 20 Tage im Simulator.

McLaren wollte aus dem 23-jährigen Mexikaner in 60 Tagen einen neuen Rennfahrer machen. Am 5. Februar kam die Stunde der Wahrheit. Sergio Perez saß zum ersten Mal in einem McLaren-Mercedes. Das heißt für den WM-Zehnten des Vorjahres: Podiumsplatzierungen sind nicht mehr ein Highlight sondern Pflicht.

Erste von fünf Lehrstunden für Perez

Perez hat am ersten Tag in seinem neuen Arbeitsplatz 81 Runden abgespult. Mit 1:19.572 landete er auf Rang 7 der Tageswertung. Tags zuvor war Jenson Button mit 1:18.861 Minuten Tagesbestzeit gefahren. Das ist die Liga, in der Perez jetzt spielt.

McLarens Neuzugang betrachtete sein Debüt im neuen Outfit als erste von fünf Lehrstunden. "Für mich ist alles neu. Das Team, das Auto, der Motor, das Cockpit, die Arbeitsabläufe. Es ist wie ein Start bei Null. Ich muss an alles neu gewöhnen, von den Pedalen bis zur Lenkradstellung. Noch fühle ich mich nicht zu 100 Prozent zuhause an meinem Platz. Trotzdem kann ich das eine vom anderen nicht trennen. Ich muss gleichzeitig das Auto kennenlernen und entwickeln."

Erfahrungen helfen bei McLaren nicht

Das erste Gefühl war gut. "Dieses Auto hat Potenzial. Die Aerodynamik funktioniert, der mechanische Grip ist exzellent. Aber ich muss noch lernen, wie ich das Maximum aus dem Auto heraushole. Ich kann meine Erfahrungen von früher nicht auf dieses Auto übertragen, weil es komplett anders ist als das, was ich kenne."

"Die Abstimmung folgt neuen Wegen. Eine Setupänderung, die beim Sauber zu einem bestimmten Ergebnis geführt hat, muss das beim McLaren nicht auch tun. Dazu muss ich die Sprache meiner Ingenieure verstehen lernen. Sie drücken gewisse Dinge anders aus, als ich es gewohnt bin."

Einmalige Chance nicht wegwerfen

Kein anderer Fahrer wurde über den Winter von seinem Team so in Beschlag genommen wie Perez. McLaren hat seinem Neuzugang seinen Stempel aufgedrückt. Perez kann sich nicht auf einem Lehrjahr ausruhen. Bei McLaren muss er regelmäßig Punkte sammeln, aufs Podium fahren und hin und wieder Rennen gewinnen. Sonst hat der Rennstall in der Konstrukteurswertung gegen Red Bull und Ferrari keine Chance.

Perez hat das verinnerlicht. "Die Präparation auf diese Saison war intensiver als je zuvor in meiner Karriere. Aber die Motivation ist auch eine ganz andere, wenn du weißt dass da ein Auto steht, mit dem du gewinnen kannst. Es ist eine einmalige Chance, und ich will sie nicht wegwerfen. Wenn wir die nächsten fünf Testtage so weiterarbeiten wie am ersten, dann wird das eine gute Saison."

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