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Formel 1-Strafen

Perez fordert neues Strafsystem

F1 Halbjahresbilanz Sauber 2012 Foto: Wolfgang Wilhelm 34 Bilder

Sergio Perez war eines der Unfallopfer von Romain Grosjean in Spa. Der Mexikaner durfte sich in Belgien Hoffnungen auf ein Podium machen. Dann war nach 250 Metern alles vorbei. Perez fordert für die Zukunft einen klar verständlichen Strafenkatalog

07.09.2012 Michael Schmidt

Mit Romain Grosjean verbindet Sergio Perez keine guten Erinnerungen. In Barcelona startete der Sauber-Pilot von Platz fünf. Nach drei Kurven hatte er einen Plattfuß. Grosjean hatte ihm einen Reifen aufgeschlitzt. Aus der Traum von zweistelligen WM-Punkten. Spa war ein Spiegelbild von Barcelona. Start von Platz vier, Ende aller Hoffnungen in Kurve eins. "Ich wollte innen an Alonso vorbei, da spürte ich beim Einlenken von hinten einen harten Schlag. Das war extrem ärgerlich, denn wir hatten eine sehr gute Chance auf ein gutes Resultat."

Strafe richtiges Signal

Ist die Sperre von Grosjean damit eine Genugtuung? "Du wünschst keinem Kollegen etwas schlechtes", antwortet Perez. "Aber das ist ein richtiges Signal. Wir müssen mehr Respekt voreinander haben. Einige werden sich in Zukunft besser überlegen, was sie machen, weil sie jetzt die Konsequenzen kennen. Es gibt ein paar Fahrer im Feld, mit denen kannst du nicht kämpfen. Du hast schon ein schlechtes Gefühl, wenn sie auf der Strecke nur in deiner Nähe sind." Grosjean ist einer. Der andere dürfte Pastor Maldonado sein, mit dem Perez in Silverstone aneinander geraten war.

In den kleineren Rennserien sind Kollisionen laut Perez unvermeidlich. Irgendwo muss man sich ja als Rennfahrer die Hörner abstoßen. "Aber wenn man es mal in die Formel 1 geschafft hat, solltest du dich eigentlich unter Kontrolle haben. So ein Unfall wie in Spa zerstört nicht nur dein Rennen, sondern auch die Arbeit von 300 Leuten in deinem Team."

Einheitliche Beurteilung gefordert

Perez fordert von den Sportkommissaren eine einheitlichere Bestrafung. "Gut wäre ein klarer Katalog, bei dem jeder weiß: Wenn ich das mache, dann bekomme ich diese oder jene Strafe."

"Immer die richtige Strafe zu finden, ist für die Rennkommissare nicht einfach", sagt Sebastian Vettel. "Die Strafe für Romain, ihn hier nicht fahren zu lassen, ist hart. Man versucht immer einen Vergleich zu finden. Das ist die Schwierigkeit für die Rennkommissare. Nicht jede Strafe ist immer die richtige."

In Monza wird sich zeigen, ob die Fahrer aus der Sperre für Grosjean ihre Lehren gezogen haben. Auch das ist ein heikler Start. Michael Schumacher sieht keine Probleme: "Es fehlt ja einer." Gemeint war Romain Grosjean.

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