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Perez, Sainz und Bottas wollen zu Ferrari

"Wenn uns Ferrari Geld gibt"

Sergio Perez & Carlos Sainz - GP Aserbaidschan 2016 Foto: sutton-images.com 47 Bilder

Ferrari-Rennleiter Maurizio Arrivabene stärkt Kimi Räikkönen den Rücken. Das hält Sergio Perez, Carlos Sainz und Valtteri Bottas nicht davon ab, vom zweiten Sitz bei Ferrari zu träumen. Alle drei Piloten geben noch mehr Gas als vorher.

23.06.2016 Michael Schmidt 2 Kommentare

Ist es Ihnen auch aufgefallen. Sergio Perez, Carlos Sainz und Valtteri Bottas fahren in den letzten Rennen als ginge es um Leben und Tod. Alle drei Piloten wollen sich ins Schaufenster stellen. Nach 2 schwachen Rennen von Kimi Räikkönen in Monte Carlo witterten sie ihre Chance, vielleicht doch noch beim berühmtesten Rennstall der Welt zu landen.

Bei Force India spricht man ganz offen darüber. „Checo fährt um sein Ferrari-Cockpit. Er ist so angefixt, wie noch nie zuvor. In jeder Trainingssitzung fragt er, wie er im Vergleich zu Hülkenberg liegt“, erzählt Teammanager Andy Stevenson. Als es in Baku wieder passierte, juxte Sportdirektor Otmar Szafnauer am Kommandostand: „Sag ihm, dass er langsamer ist.“

Red Bull löst Option auf Sainz ein

Stevenson kann mit Perez mitfühlen: „Alle im Feld würden das tun. Es ist legitim von Ferrari zu träumen. Und uns hilft es. Sergio fährt in der Form seines Lebens.“ Es gibt nur ein kleines Problem. Perez hat einen Vertrag mit dem Team. Der Mexikaner dürfte gehen, aber nur gegen eine Ablöse in zweistelliger Millionenhöhe. Szafnauer meint dazu: „Ferrari bekommt von den Rechteinhabern drei Mal so viel wie wir. Dann sollten sie auch das Geld haben, uns einen Fahrer abzukaufen.“

Bei Red Bull denkt man genauso. Die Teamleitung wird demnächst die Option auf Carlos Sainz für ein drittes Jahr bei Toro Rosso einlösen. Das muss nicht heißen, dass der Ferrari-Traum für den Spanier ausgeträumt ist. Marko: „Wenn Ferrari dafür bezahlt, können wir darüber sprechen.“

Das A-Team von Red Bull ist für die nächsten Jahre mit Daniel Ricciardo und Max Verstappen besetzt. Da will man keinem Fahrer, der im eigenen Stall mittelfristig nicht aufsteigen kann, die Zukunft verbauen, wenn er von einem Top-Team ein Angebot bekäme.

Arrivabene gibt Räikkönen Rückendeckung

Die Analysten bringen Perez und Sainz auch wegen der Ferrari-Sponsoren Claró (Mexiko) und Santander (Spanien) ins Spiel. Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene machte mit seiner Gegenfrage gleich klar, dass Ferrari nicht wegen Sponsoren Fahrer anheuert: „Was hat das eine mit dem anderen zu tun?“

Valtteri Bottas ist der einzige aus dem Trio, der keine Sponsoren vorweisen kann. Trotzdem fährt der Finne seit dem GP Russland wie beflügelt. Felipe Massa kommt gerade ziemlich unter die Räder. Bottas wäre ablösefrei. Williams verlängerte den Vertrag 2015 in Spa nur um ein Jahr.

Arrivabene hält an Räikkönen weiter fest. Auf die Fünfsekunden-Strafe von Baku ging er nicht weiter ein. Stattdessen sang er auf seinen Fahrer ein Loblied: „Kimi ist wieder zurück und voll konzentriert bei der Sache. Im Rennen hat er demonstriert, was für ein guter Teamkollege er für Sebastian ist. In einem bestimmten Sektor auf der Strecke war er in einer Phase des Rennens sogar schneller als Vettel. Wir sind, was die Fahrerwahl angeht, nicht in Eile. Und Kimi ist es auch nicht.“

Neuester Kommentar

"Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene machte mit seiner Gegenfrage gleich klar, dass Ferrari nicht wegen Sponsoren Fahrer anheuert: „Was hat das eine mit dem anderen zu tun?“"

Ähm, hat Ferrari nicht genau einen Sponsor, den Herr Arrivabene nicht ganz zufällig genau kennt?

Proesterchen 23. Juni 2016, 13:23 Uhr
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