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Perez testet neuen Force India

"Kennen die Schwächen des Autos"

Sergio Perez - Force India - Formel 1-Test - Barcelona - 1. März 2015 Foto: ams 37 Bilder

Erst am zwölften von zwölf Testtagen hüpfte Sergio Perez in den neuen Force India VJM08. Die Ingenieure drückten dem Mexikaner gleich ein Mammut-Programm aufs Auge. 130 Runden musste Perez fahren.

01.03.2015 Andreas Haupt

Sergio Perez geht mit den Erfahrungswerten von dreieinhalb Testtagen in die neue Formel 1-Saison. Einen davon absolvierte er in seinem neuen Arbeitsgerät – dem Force India VJM08. Das ist eine alles andere als optimale Vorbereitung. "Wir stehen auf dem falschen Fuß und sind den anderen Teams ein paar Schritte hinterher. Wir haben noch viel Arbeit vor uns. Mit nur einem Testtag im neuen Auto in die Saison zu gehen, ist definitiv nicht ideal."

Perez‘ schnellste Zeit auf "Supersoft"

Immerhin drehte der 25-Jährige am Sonntag (1.3.2015) 130 Runden in seinem neuen Spielzeug. Die Zuverlässigkeit stimmte. Wie an den beiden vorangegangenen eineinhalb Tagen bei Nico Hülkenberg. "Mein Tag war vielversprechend", befindet Perez, der sich aber noch kein genaues Urteil über den neuen Force India zutraut: "Das Auto kann ein Schritt nach vorne sein."

Der schnellste seine 130 Umläufe spülte den ehemaligen Sauber-Piloten auf den sechsten Platz im Klassement. Auf den extraweichen Pirelli-Reifen fehlten ihm 2,050 Sekunden auf die Spitze. In der Früh konzentrierte sich Force India noch auf einige Aerodynamiktest. Dazu bepinselten die Mechaniker das Auto mit FloViz-Farbe an Frontflügel und Unterboden. Auch Teile der Seitenkästen wurden besprüht. Mit der Methode wollen die Ingenieure den Strömungsverlauf ums Auto nachvollziehen.

Force India bringt B-Version nach Silverstone

Am Nachmittag erledigte Perez einige Longruns. Mit ermutigendem Ergebnis. Der Force India scheint gut mit den Pirelli-Reifen zu können. "Jede Ausfahrt lernen wir neue Sachen über das Auto. Zum Beispiel über die Aerodynamik, das Setup und welche Bodenfreiheit wir fahren müssen."

Laut Perez hat Force India einen klaren Fahrplan. "Wir wissen, in welche Richtung wir gehen müssen. Das stimmt mich optimistisch. Es war auch gut, dass wir den ersten Barcelona-Test mit dem alten Auto bestritten haben. So haben wir gute Vergleichswerte."

Für den Saisonstart erwartet der Mexikaner nicht viel. "Ich hoffe zwar auf einen guten Auftakt, aber es wird schwierig. Ab dem dritten oder vierten Rennen wollen wir um die Punkte kämpfen." Für den GP in China, das dritte Rennen des Jahres, plant Force India den ersten größeren Umbau. Zum GP Silverstone (9. Rennen) soll eine B-Version folgen. Dafür hat sich Force India Verstärkung geholt. Von Red Bull lief der zweite Aerodynamik-Chef über. Sein Vorname: Guru.

Perez äußert sich zu Alonso

Perez fand in seiner Presserunde ein paar warme Worte für Fernando Alonso. "Ich wünsche ihm das Beste, und hoffe, dass er bald wieder da ist." Der Mexikaner erlebte 2011 in Monaco einen schweren Unfall, der ihn für ein Rennen zum Aussetzen zwang. Parallelen sieht er aber nicht. "Der Unfall ist glaube ich nicht vergleichbar. Ich hatte eine Verzögerung von ca. 60 g. Als ich in Montreal wieder ins Auto gestiegen bin, wurde mir schlecht. Darum musste ich passen."

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