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Formel 1: Peter Sauber über die aktuelle Misere

"Ich suche selber nach Erklärungen"

Foto: xpb 15 Bilder

Mit null Punkten nach drei Rennen steht Sauber mit den Formel 1-Neulingen am Ende der Tabelle. Ab Shanghai übernimmt James Key das Technikzepter von Willy Rampf. Allerdings rechnet auch Peter Sauber nicht mit schnellen Wundern.

08.04.2010 Tobias Grüner

Es war eine lange geplante Stabübergabe. Mit der aktuellen Sauber-Misere hat der Wechsel auf der Position des technischen Leiters beim Sauber-Rennstall nichts zu tun. Willy Rampf verlässt das Schweizer Team nach 14 Jahren auf eigenen Wunsch. Der Bayer will in Zukunft etwas kürzer treten. In China wird erstmals James Key die Verantwortung übernehmen. Teamchef Peter Sauber erhofft sich von seinem Neuzugang einige Impulse, erwartet aber keine schnellen Wunder.

"Kurzfristig geht es für ihn darum, das Potenzial des C29 auszuschöpfen, was wir in den ersten drei Rennen nicht getan haben", erklärt Sauber vor dem Debüt des Neulings in Shanghai. "Langfristig wird er den Bereich Technik so strukturieren, wie er es für richtig hält. Da rechne ich durchaus mit Veränderungen. Das geschieht aber nicht von heute und morgen, sondern ist ein Prozess, der sich über eine gewisse Zeit hinziehen wird."

Sauber-Dank an Willy Rampf

James Key wird bereits beim Grand Prix-Rennen in Shanghai (14.4.) zusammen mit Peter Sauber am Kommandostand sitzen. Auch wenn man im Team viel Hoffnung in den neuen Mann setzt, fällt der Abschied von Sauber-Urgestein Willy Rampf nicht leicht. "Da geht eine Ära zu Ende", beschreibt Sauber die Rolle des sympathischen Bayern. "Willy hat insgesamt 14 Jahre in unserem Team gearbeitet, zehn Jahre davon als Technischer Direktor. Er hat die Firma mit geprägt und war auch hauptverantwortlich für die Erfolge im Laufe der Jahre. Willy hat viel für unser Team geleistet, dafür bin ich ihm sehr dankbar."

Mit Key konnte man jedoch innerhalb kurzer Zeit einen adäquaten Ersatz finden. Der Engländer war maßgeblich am Aufstieg des kleinen Force India-Teams verantwortlich. Nun soll er auch Sauber zurück in die Erfolgsspur bringen. "Für mich war es auch wichtig, einen Technischen Direktor zu engagieren, der es gewöhnt ist, mit limitierten Ressourcen zu arbeiten und dabei das Maximum herauszuholen", begründet Sauber die Verpflichtung. "Bei uns steht ihm eine erstklassige Infrastruktur zur Verfügung, und ich bin überzeugt, dass er das Team vorwärts bringen kann."

"Wir sind nicht da, wo wir sein müssten"

Bei der Entwicklung des Autos für die aktuelle Saison konnte die Truppe aus Hinwil allerdings noch aus dem Vollen schöpfen. Die Testfahrten im Winter ließen auf ein gutes Jahr hoffen. Umso größer war die Enttäuschung nach drei Nullnummern im Folge zum Saisonauftakt. Auf James Key wartet viel Arbeit. Das Auto erwies sich im Vergleich mit der Konkurrenz als nicht schnell genug. Dazu kamen zuletzt ungewohnte Probleme mit der Zuverlässigkeit.

"Wir sind leistungsmäßig nicht da, wo wir es erwartet hatten, und wo wir aufgrund der Möglichkeiten, mit denen wir den C29 entwickeln konnten, sein müssten. Ich suche selber nach Erklärungen", gibt Teambesitzer Sauber offen zu. "Klar ist, dass im zweiten Halbjahr 2009 eine große Verunsicherung in der ganzen Mannschaft herrschte. Darüber darf man sich nicht wundern. Kein Mitarbeiter wusste, ob wir in Bahrain wieder am Start sein würden. Diese Verunsicherung verschwand erst, nachdem ich das Team übernommen hatte und die Mitarbeiter wieder eine Perspektive hatten. Es geht jetzt darum, so rasch wie möglich Versäumtes aufzuholen."

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