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Rettungsversuche von BMW-Sauber

BMW Ausstieg: Peter Sauber klagt BMW an

Peter Sauber Foto: dpa 31 Bilder

BMW spielt ein böses Spiel. Nach den jüngsten Informationen hat es den Anschein, dass der Münchener Autokonzern kein Interesse daran hat, dass der Sauber-Rennstall überlebt. Peter Sauber kritisiert die Unternehmenspolitik.

06.08.2009

Die Rettung von BMW-Sauber ist in weite Ferne gerückt. Peter Sauber hat es versucht, doch BMW stand ihm im Weg. Das Münchener Unternehmen, das letzte Woche den Ausstieg aus der Formel 1 verkündete, lehnte ein Übernahmekonzept ab. BMW verlangt für die Ablöse des Teams zuviel Geld. Ohne Sicherheiten in der Hand konnte Peter Sauber das Concorde Abkommen nicht unterschreiben.

Damit gehen dem Team nicht nur eine Zahlung von rund 35 Millionen Dollar aus bislang eingefrorenen Ausschüttungen verloren, sondern auch sämtliche Zahlungen, die dem Schweizer Rennstall gemäß seiner Position in der Konstrukteurs-WM von 2009 bis 2012 zustehen. Unter diesen Voraussetzungen ist es nun für Peter Sauber fast unmöglich geworden, den Rennstall zu retten, den er selbst aufgebaut hat.

Für Sauber ist es der bitterste Tag in seiner Motorsport-Karriere

Der 65-jährige Schweizer macht seinem Ärger über die Blockadepolitik von BMW unverhohlen Luft: "Nach der Ankündigung durch BMW, zum Saisonende 2009 aus der Formel 1 auszusteigen, habe ich versucht, das Team zu übernehmen und zu retten. Die Verhandlungen mit BMW sind jedoch gescheitert, weil die Forderungen für mich ganz einfach viel zu hoch waren. Als Folge davon konnte ich auch nicht das Concorde Agreement unterschreiben, was Zahlungen in Millionenhöhe garantiert und die Zukunft des Teams gesichert hätte. Ich bin unglaublich enttäuscht und niedergeschlagen. Das ist für mich der bitterste Tag in meiner 40-jährigen Motorsport-Karriere."
 
Sauber, dem immer noch 20 Prozent des Rennstalls gehören, sieht die Zukunft seiner Mannschaft realistisch: "Es ist auch ein herber Rückschlag fürs Team. Es geht jetzt darum, nach weiteren Lösungen zu suchen. Die Verantwortung dafür liegt in den Händen von BMW. Selbstverständlich bin ich nach wie vor bereit zu helfen."

Möglicherweise hat BMW Angst vor einer Blamage

Über die Gründe, warum BMW den Fortbestand des Teams offenbar verhindern will, kann nur spekuliert werden. Es ist aber wahrscheinlich, dass der bayerische Premiumhersteller Angst vor einer Blamage hat. Das Beispiel Honda und BrawnGP ist den Herren im BMW-Vorstand wohl noch allzu präsent. Das hat ein Racer wie Ross Brawn bewiesen, dass man als straff organisiertes Rennteam wesentlich mehr erreichen kann, als ein nach Konzernrichtlinien strukturierter Rennstall. Honda war 2008 praktisch nicht existent. Unter Brawns Regie gewann das Team sechs der zehn Rennen und führt beide Weltmeisterschaften an. Das gleiche hätte BMW mit Sauber befürchten müssen.

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