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Peter Sauber über Nick Heidfeld

"Wir haben alle zu viel von Nick erwartet"

Nick Heidfeld Foto: xpb 22 Bilder

Bis zum zweiten Teil der Qualifikation lief es bei Nick Heidfeld besser als erwartet. Doch dann knöpfte ihm Kamui Kobayashi plötzlich eine Sekunde ab. Peter Sauber verteidigt seinen Heimkehrer: "Wir haben alle zu viel von Nick erwartet."

25.09.2010 Tobias Grüner

Als für Nick Heidfeld feststand, dass er sich das Top Ten-Finale am Fernseher anschauen musste, zog er sich frustriert in seinen Ruheraum im Teampavillon zurück. Wenig später gesellte sich Peter Sauber dazu und spendete Trost. "Wir haben dir zu viel zugemutet, und du dir selbst auch. Du bist ein Jahr nicht gefahren, kennst weder Auto noch Reifen und Singapur ist eine extrem schwierige Strecke. Das erklärt den Abstand zu Kamui, auch wenn es eine Sekunde ist."

Traumrunde von Kobayashi

Heidfeld ärgerte sich trotzdem. In allen freien Trainingssitzungen trennte ihn höchstens ein Zehntel von Teamkollege Kamui Kobayashi. In Q1 war Quick Nick sogar um drei Zehntel schneller als der Japaner. Doch dann zauberte Kobayashi eine Superrunde von 1.47,599 Minuten aus dem Ärmel, die selbst Peter Sauber nicht für möglich gehalten hatte. "Nicht nach den bescheidenen Ergebnissen in den freien Trainings. Ich muss Kamui zu dieser Runde gratulieren." Eine Niederlage gegen den WM-Zwölften ist auch für einen Heidfeld keine Schande, meint der Teamchef. "Auch Pedro de la Rosa hat gemerkt, dass Kamui eine harte Nuss ist."

Derweil versuchte Nick Heidfeld zu erklären, was da im zweiten Abschnitt der Qualifikation passiert ist. "Ich spürte mit den weichen Reifen nicht den extra Grip, den sie mir eigentlich geben sollten. Ich habe nur ein Zehntel gewonnen. Über- und Untersteuern wechselten sich ab, die Ausschläge waren aggressiv. Das Fahrzeug war damit ziemlich unberechenbar. Dann habe ich das Auto überfahren. Das hat auch nicht geholfen." Heidfeld wollte es nicht als Entschuldigung sehen, doch schon die Aufwärmrunde passte nicht. "Vor mir war Michael (Schumacher) zu langsam, hinter mir drängelte Hamilton."

Nick Heidfeld noch längst nicht am Optimum

Noch befindet sich der 168-fache GP-Teilnehmer in einem Lernprozess: "Ich kann nicht sagen, wie weit ich vom Optimum entfernt bin und will auch keine Prognosen abgeben, bis ich soweit bin. Es dauert länger, als ich es mir gewünscht habe, das Setup zu lernen und die Daten lesen zu können."

Nachdem er schon 2008 mit den damaligen Bridgestone-Reifen auf Kriegsfuß stand, im letzten Jahr mit der Reifencharakteristik aber wieder zufrieden war, blickte Heidfeld dem ersten Abtasten mit den 2010er Gummiwalzen mit Spannung entgegen. "Nach meinem ersten Eindruck muss ich sagen, dass ich mit den letztjährigen Reifen besser zurechtgekommen bin. Ich bin aber noch zu wenig damit gefahren, um ein endgültiges Urteil abgeben zu können."

Heidfeld will im Rennen lernen

Trotz der 15. Trainingszeit, die am Renntag wegen der Strafversetzung von Nico Hülkenberg noch ein 14. Startplatz wird, sieht Heidfeld für die 61 Runden auf dem Marina Bay Circuit nicht schwarz. "Von dieser Startposition sind immer noch WM-Punkte möglich. Mit Sprit an Bord fühlte sich das Auto besser an. Für Sonntag wünsche ich mir allerdings trockene Bedingungen. Das würde meinen Lernprozess mit dem Auto vereinfachen."

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