Wenn sich Formel 1-Autos paaren könnten, dann würde das vermutlich wie der Unfall zwischen Michael Schumacher und Vitaly Petrov aussehen. Schumacher war zur falschen Zeit am falschen Ort. Er hatte eine Verabredung mit Vitaly Petrov in Kurve drei.
Renault klettert auf Mercedes
Der Russe krachte Schumacher mit voller Wucht ins Heck. Der Renault schien unbedingt auf den Mercedes klettern zu wollen. Keine gute Idee, denn der komplette Heckflügel von Schumachers Auto hing daraufhin schlapp herunter. Der rechte Hinterreifen baumelte nur noch um die Felge.
"Ich habe versucht, meine Position gegen Fernando zu verteidigen, aber ich war in der Anbremszone auf der dreckigen Seite", erklärt Petrov den Vorfall. "Dadurch haben meine Räder blockiert und ich habe Michael getroffen. Ich war auf den Kampf mit Fernando konzentriert, da es Potenzial für mich gab, vor ihm zu sein. Wir haben beide zu spät gebremst und er hat die Kurve auch verpasst."
Strafe für Petrov
Für diese Aktion verpassten die Sportkommissare ihm eine Rückversetzung um fünf Plätze für das Rennen in Indien und eine Verwarnung. Der Russe zeigte sich aber auch einsichtig und nahm alle Schuld auf sich. "Ich möchte mich bei Michael entschuldigen", sagte er nach dem Rennen. "Es war nicht sein Fehler, sondern komplett mein Fehler. Als meine Räder blockiert haben, konnte ich nichts mehr machen."
Schuldfrage ist geklärt
Es war nicht das erste Mal, dass sich Petrov und Schmumacher zueinander hingezogen fühlten. Bereits in Valencia und Istanbul kamen sich die beiden näher - etwas zu nah. In beiden Fällen nahm Schumacher die Schuld auf sich. "Die letzten zwei Zusammenkünfte mit Vitaly gehen auf meine Kappe", gibt er zu. "Ich habe erst gemerkt was los war, als ich verkehrt herum stand. Fehler passieren. Dieses Mal war er schuld. Ich halte ihn aber nicht für einen unfairen Fahrer."
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