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Piloten auf Diät

Jedes Gramm ist Luxus

Foto: dpa 23 Bilder

Mit dem Einbau des Hybrid-Antriebs (KERS) steigt 2009 das Grundgewicht der F1-Boliden. Um diesen Nachteil wieder auszugleichen, wurden die Piloten in der Winterpause zur Diät gezwungen.

02.02.2009 Michael Schmidt, Tobias Grüner

Fernando Alonso ließ bei der Vorstellung des neuen Renault R29 verlauten, dass er 2009 wieder hungrig auf den Titel sei. Dabei wollte der Spanier aber vielleicht auch nur sagen, dass er einfach so hungrig ist. Der zweifache Weltmeister hat über den Winter vier Kilogramm abgespeckt und sieht schon fast magersüchtig aus.

Piloten protestieren

Teamkollege Nelson Piquet schaffte dagegen nur ein Kilogramm. Teamchef Flavio Briatore schickt den Brasilianer deshalb für zehn Tage ins Trainingslager nach Kenia. Piquet protestiert: "An mir ist nichts mehr dran, was weg kann. Ich bin größer als Fernando."

Die Diät gehört in dieser Saison bei vielen Piloten zur Vorbereitung dazu. Jedes Gramm Ballast ist Luxus. Die verschiedenen KERS-Bauteile erhöhen das Grundgewicht der Boliden um mindestens 30 Kilogramm. "Eigentlich wäre es im Sinne des Erfinders gewesen, dass mit KERS auch das Mindestgewicht der Autos angepasst wird", beklagt BMW-Motorsportchef Mario Theissen. Wegen des Zusatzballasts besitzen die Teams nun weniger Spielmasse, um das Auto auszubalancieren.

"Renn-Flöhe" im Vorteil

Das Gewicht muss also an anderen Stellen wieder eingespart werden. Und da wird auch bei den Fahrern nicht Halt gemacht. "Das ist vor allem den Piloten gegenüber unfair, die wegen ihrer Körpergröße schon an sich schwerer gebaut sind", ergänzt Theissen. Damit spricht der BMW-Chef vor allem auf seinen 1,84 Meter-Mann Robert Kubica an. Der Pole bringt im Vergleich zu seinem 19 Zentimeter kleineren Teamkollegen Nick Heidfeld zehn Kilo mehr auf die Waage.

Auch bei Williams ist Kalorien zählen angesagt: Nico Rosberg hungerte bereits eineinhalb Kilo ab: "Mehr geht nicht. Ich bin am Limit." Kimi Räikkönen reduzierte sein Gewicht von 71 auf 68 Kilogramm. Wie deprimierend muss es sein, dass Felipe Massa dank seinem Westentaschenformat bei 59 Kilo rangiert und damit der leichteste Pilot im Feld ist.

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