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Piquet-Entschuldigung

Piquet hofft auf zweite Chance

Nelson Piquet Foto: dpa 56 Bilder

Nelson Piquet ist froh, dass die Affäre um seinen absichtlichen Crash in Singapur nun ein Ende hat. Der Brasilianer bedauert sein Vergehen und hofft, dass die Fans und mögliche neue Arbeitgeber Verständnis für die Umstände haben.

21.09.2009 Tobias Grüner

Nelson Piquet ging dank der Kronzeugenregelung straffrei aus. Das war schon vor der Verhandlung von Paris am Montag (21.9.) klar. Die harte Strafe gegen Flavio Briatore sollte dem 24-Jährigen zumindest etwas Genugtuung geben. Parallel zum Urteilsspruch versuchte der Brasilianer sein Verhalten zu erklären.

Piquet in Singapur auf dem Tiefpunkt

"Ich wünschte jeden Tag, dass ich es nicht getan hätte", bedauert Piquet in einem Statement. "Ich weiß nicht, ob meine Erklärung für Verständnis bei den Menschen sorgt. Alles was ich sagen kann, ist dass sich meine Situation bei Renault zu einem Alptraum verwandelt hat." Piquet sah sich bei Renault der Gnade von Briatore ausgeliefert. Der wahre Charakter seines ehemaligen Managers sei nun bekannt.

"Briatore war mein Manager und der Teamchef. Er hatte meine Zukunft in den Händen, aber er hat sich nicht darum gekümmert. Bis zum Singapur Grand Prix hatte er mich isoliert und auf den tiefsten Punkt meines Lebens getrieben. Jetzt, da ich von dieser Situation befreit bin, kann ich es selbst nicht glauben, diesem Plan zugestimmt zu haben. Aber als er mir zugetragen wurde, fühlte ich mich nicht in der Lage abzulehnen."

Weiter Hunger auf Formel 1

Piquet habe nach eigener Auskunft einige harte Lektionen in den letzten zwölf Monaten lernen müssen. Dabei habe er noch einmal darüber nachgedacht, welche Dinge wirklich wichtig sind im Leben. "Was sich aber nicht geändert hat, ist meine Liebe zur Formel 1 und der Hunger, wieder Rennen zu fahren. Ich weiß, dass ich meine Karriere jetzt noch einmal von Null starten muss."

Ob sich aber ein Team findet, das Piquet eine zweite Chance gibt ist unklar. Der Ruf des in Heidelberg geborenen Brasilianers ist erst einmal dahin. "Ich kann nur hoffen, dass ein Team erkennt wie schlimm ich bei Renault behandelt wurde und mir eine Möglichkeit gibt, zu zeigen, was meine Leistungen in der GP2 und der Formel 3 versprochen haben." Piquet will unbedingt beweisen, dass er einen Platz in der Formel 1 verdient hat.

Piquet: "Ich erwarte keine Vergebung"

Abschließend ging Piquet noch einmal auf seinen absichtlichen Crash ein. "Ich möchte noch einmal wiederholen, dass ich mich bei denjenigen entschuldigen will, die in der Formel 1 arbeiten (auch bei den vielen guten Leuten bei Renault), bei den Fans und bei den Regelhütern. Ich erwarte nicht, dass mir vergeben oder dass es vergessen wird, aber wenigstens können die Menschen nun ihre eigenen Schlüsse ziehen."

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