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Piquet junior

Schneller als der Vater

Foto: Wolfgang Wilhelm 45 Bilder

Beim vergangenen Grand Prix von Frankreich holte Nelson Piquet mit Rang sieben seine ersten WM-Zähler.

24.06.2008 Michael Schmidt

Der Vater war auch kein Schnellzünder. Nelson Piquet senior brauchte 17 Anläufe, bevor er beim GP Holland 1979 als Vierter zum ersten Mal in die Punkte fuhr. Später wurde der Brasilianer drei Mal Weltmeister. Der Sohn ist noch lange nicht so weit. Nach drei schwachen Rennen in Serie wurde sogar schon über seine Ablösung diskutiert. "Der Punktgewinn nimmt viel Druck weg. Ab jetzt geht vieles einfacher. Ich wollte in Magny-Cours keine Risiken eingehen, weil ich unbedingt ankommen musste." Der nächste Grand Prix findet in Silverstone statt - Piquets Spezialstrecke. "Da kann er sogar Alonso gefährlich werden", glaubt Chefingenieur Pat Symonds.

Gleiche Entwicklung wie bei Kovalainen?

Der weißhaarige Techniker, der zum Inventar des Rennstalls gehört, freute sich mit Piquet. "Das Resultat wird ihm Selbstvertrauen geben. Vielleicht erleben wir jetzt mit ihm den gleichen positiven Entwicklungsprozess wie mit Kovalainen im Vorjahr." Symonds hatte sich schon Sorgen gemacht: "Er war auf dem richtigen Weg. In Barcelona hatte er den Speed locker in die Punkte zu fahren, war praktisch so schnell wie Fernando. Dann ist ihm im Rennen dieser blöde Fehler unterlaufen. Danach kam er mental einfach nicht mehr auf die Füße. Zuletzt war Nelsinho immer stiller geworden." Piquet junior musste acht Rennen - also neun weniger als sein Vater - warten, bis er zum ersten Mal in der Punktetabelle auftauchte. Der Renault-Pilot wurde in Magny-Cours Siebter und kam sogar vor Teamkapitän Fernando Alonso ins Ziel. Piquet junior entschuldigte sich fast dafür.

Aus Versehen auf den Leerlaufknopf

"Fernando war durch ein Überrundungsmanöver irritiert und hat sich in der Adelaide-Haarnadel verbremst. Mir blieb gar nichts anderes übrig, als vorbeizufahren." Es waren keine geschenkten Punkte, denn Piquet lag bereits am Ende der ersten Runde auf dem achten Platz. Dass er Heikki Kovalainen nach langer erfolgreicher Abwehrschlacht an der Boxenausfahrt passieren ließ, ärgerte den 22-jährigen Südamerikaner: "Ich kam aus Versehen auf den Leerlaufknopf." Ansonsten durfte der in Heidelberg geborene, in Monte Carlo aufgewachsene und in Oxford lebende Brasilianer zufrieden sein. "Endlich hat mal alles gepasst. Es war gar nicht schwer, die Angriffe von Hamilton und Kovalainen abzuwehren. Unser Auto hatte einen guten Topspeed und war zum ersten Mal exzellent auf der Bremse."

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