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Piratenserie nimmt Form an

FOTA-Teams fordern Fahrer zur Loyalität auf

Sebastian Vettel Foto: dpa 51 Bilder

Die in der FOTA vereinigten Formel 1-Teams schwören ihre Fahrer ein. In einem Treffen in Istanbul wurden die Piloten am Sonntag (7.6.) instruiert, dass sie im Falle einer Konkurrenzserie mit den Teams das Lager wechseln sollen. Die Piloten akzeptierten den Vorschlag.

07.06.2009 Michael Schmidt

Am Sonntagmorgen platzte das Toyota-Motorhome aus allen Nähten. Acht Teamchefs und 16 Fahrer trafen sich zu einem Gespräch. Im Gegensatz zu Monaco wurde kein Versuch gemacht, die Vorhänge zuzuziehen. Jeder sollte sehen, wer sich da trifft. Die FOTA-Teams wollen so den Druck auf die FIA erhöhen. Sie warten immer noch auf eine Antwort von FIA-Präsident Max Mosley auf ihren Kompromissvorschlag. Die Abtrünnigen Williams und Force India sowie ihre Fahrer Nico Rosberg, Kazuki Nakajima, Adrian Sutil und Giancarlo Fisichella waren nicht eingeladen.

Bei dem Treffen wurden die Fahrer von den Plänen der FOTA-Teams informiert. Und sie wurden auf Loyalität eingeschworen. Die Fahrer versprachen, ihren Teams treu zu bleiben, soweit sie durch Verträge an sie gebunden sind. Auch für den Fall, dass es zu einer Piratenserie neben der Formel 1 kommt. Das Gelingen einer rivalisierenden Meisterschaft hängt auch von der Qualität der Fahrer ab. Wenn die Superstars der FOTA treu bleiben, wäre das ein harter Schlag für die Formel 1. Einen Platz gibt es für alle. Im ersten Jahr würden die acht FOTA-Teams mit jeweils drei Autos antreten.

Piratenserie nimmt Form an

Auf Fragen der Piloten, wie eine solche Konkurrenzserie aussehen würde, gaben sich die Teamchefs einsilbig. Man wollte nicht zu viel verraten. Nur das: Plan B greift erst, wenn das Tuch mit FIA-Chef Max Mosley zerrissen ist. Das könnte bereits kommenden Freitag (12. Juni) so weit sein. Viel hängt davon ab, wie viele neue Teams Mosley akzeptiert. Sind es mehr als drei, könnte es zur Spaltung kommen. Denn dann würde einer der aktuellen Rennställe ohne Startgarantie für 2010 dastehen.

Plan B hat in den Gedankenspielen der FOTA-Teams bereits Gestalt angenommen. Man spricht mit TV-Anstalten und man inspiziert Rennstrecken. Kandidaten sind vor allem die Strecken, die sich die Formel 1 nicht mehr leisten können oder die aus anderen Gründen aus dem Kalender geflogen sind. Auf der Liste stehen Silverstone, Magny-Cours, Hockenheim, Imola, Kyalami, Montreal und Indianapolis. Aber auch neue Schauplätze wie Dubai.

Kann sich Ferrari von F1 lösen?

Eine Konkurrenzserie steht und fällt damit, ob sich Ferrari aus seinen Verträgen mit der FIA und Bernie Ecclestones Vermarktungsgesellschaft FOM lösen kann. Da gibt es unterschiedliche Ansichten. Die FIA behauptet nein, weil ein französisches Gericht die Wirksamkeit des Vertrages bereits festgestellt hat. Ferrari sagt ja, weil nach Auffassung des italienischen Rennstalls die FIA den Vertrag zuerst gebrochen hätte, indem sie ein neues Reglement ausrief, ohne das Veto-Recht von Ferrari zu berücksichtigen.

Auch da wähnt sich der Verband auf der sicheren Seite. Besagtes Gericht habe ebenfalls dokumentiert, dass Ferrari von seinem Veto-Recht bei den Weltratsitzungen vom März und April kein Gebrauch gemacht habe. Maranellos Einwand, dass man im Sinne einer gütlichen Einigung davon abgesehen habe, wird nach Ansicht der FIA-Juristen kaum Bestand haben.

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