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Pirelli bekommt Testfahrten

2014er Reifen-Test mit 2013er Auto

Webber - GP Abu Dhabi 2013 Foto: Pirelli 26 Bilder

Pirellis Drohung, ohne ausreichende Testfahrten sein Formel 1-Engagement zu überdenken, hat gefruchtet. Die Italiener sollen Testmöglichkeiten mit 2013er Autos bekommen. Parallel dazu wurde bekannt, dass der Reifenvertrag mit der FIA und Bernie Ecclestone von fünf auf drei Jahre verkürzt wurde. Das hat rechtliche Gründe.

06.11.2013

Pirelli hatte die Formel 1-Teams gewarnt. Ohne entsprechende Testfahrten vor der Saison 2014 droht ein weiteres Desaster. Der italienische Reifenhersteller will aber nicht mehr den Buhmann spielen, nur weil sich die engstirnige Formel 1-Gemeinde nicht auf vernünftige Reifentest-Regularien einigen kann.

Am 28. Januar beginnt in Jerez die neue Ära mit den V6-Turbos und den 2014er Autos. Pirelli fürchtet, dass man in Andalusien nicht viel lernt. Erstens, weil der Kurs extrem auf die Reifen geht. Zweitens, weil zu befürchten ist, dass die neuen Autos wegen Kinderkrankheiten mehr in der Garage stehen werden als dass sie auf der Strecke fahren.

"Wir werden dort unsere neuen Konstruktionen überprüfen", umschreibt Pirelli-Sportchef Paul Hembery das Programm des ersten 2014er Testtermins. Neue Konstruktion heißt: Vorne wie 2011, hinten wie 2012 und in der zweiten Saisonhälfte 2013. "Die Formen werden sehr ähnlich sein, allerdings werden die Zutaten des Unterbaus neu gemixt", verrät Hembery.

Erster Bahrain-Test als Pirellis Nagelprobe

Der wichtigste Test für Pirelli findet vom 19. bis zum 22. Februar in Bahrain statt. Dann wollen die Reifentechniker erstmals ihre neuen Mischungen ausprobieren. Allerdings nicht ohne Vorarbeit. Am 11. und 12. November geht die Grundlagenforschung mit einem zwei Jahre alten McLaren in Vallelunga los.

Doch das soll nur der Auftakt sein. Hembery: "Um den Test in Bahrain vorzubereiten brauchen wir im Dezember und Januar Tests mit den 2013er Autos. 2013 deshalb, damit wir einen Vergleichsmaßstab haben. Wir wissen, wie die aktuellen Autos mit den aktuellen Mischungen reagieren. Wenn wir die 2014er Mischungen dagegenstellen, können wir bessere Rückschlüsse ziehen als bei einem Test mit einem 2011er Auto."

Bislang erlauben die Regeln einen Test mit 2013er Fahrzeugen nicht. Niki Lauda trommelte bei einer Teamchef-Sitzung in Abu Dhabi alle zusammen: "Wir müssen Pirelli helfen, wenn wir eine Wiederholung des Reifendramas von diesem Jahr verhindern wollen."

Widerstand von der Konkurrenz bügelte Lauda auf seine Art ab: "Ihr könnt doch nicht so blöd sein, aus Prinzipienreiterei eine Krise heraufzubeschwören. Es geht um das Interesse aller. Wir stellen Pirelli auf jeden Fall ein 2013er Auto bereit, wenn es gewünscht ist. Das sollten auch die anderen tun." Laut Hembery steht eine Einigung in dieser Woche bevor.

Neuer Reifenvertrag nur über 3 Jahre

Damit wäre die Zukunft auf dem Reifensektor geklärt. Allerdings nicht für die nächsten fünf Jahre, sondern nur drei. Die Verträge mit der FIA und den Inhabern der kommerziellen Rechte müssen auf die kürzere Zeitspanne hin modifiziert werden. Ein zu langer Vertragszeitraum ist ohne Ausschreibung rechtlich bedenklich. Das hieße, dass sich Michelin und Co. ab 2017 wieder bewerben könnten.

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