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Pirelli bringt Medium-Prototyp

Kanada falscher Ort zum Reifentesten

Mercedes AMG W04 Formel 1 2013 Foto: xpb 26 Bilder

Pirelli will in Kanada einen neuen Hinterreifen testen, der das Delaminierungsproblem beseitigen soll. Einige Teams wollen einer Einführung des neuen Gummis aber nur zustimmen, wenn sich am Kräfteverhältnis nichts ändert. Das herauszufinden könnte sich aber schwierig gestalten.

04.06.2013 Michael Schmidt

Eigentlich wollte Pirelli den neuen Hinterreifen, der im Inneren von einem Kevlar-Gürtel statt eines Stahlrings gestützt wird, schon in Kanada direkt im Rennen einsetzen. Doch das Vorhaben scheiterte in letzter Sekunde am Protest von Lotus, Force India und Ferrari. Die Teams, die in dieser Saison bislang am wenigsten mit den Pirellis zu kämpfen hatten, befürchten durch den neuen Gummi einen Vorteil zu verlieren.

Montreal keine ideale Teststrecke

Nun soll der Prototyp am Freitag (7.6.2013) im Freien Training erst einmal getestet werden. Jeder Fahrer bekommt zwei Sätze der Mischung Medium zur Verfügung. Allerdings ist fraglich, wie die Ingenieure auf dem Circuit Gilles Villeneuve irgendetwas in Bezug auf die Wettbewerbsfähigkeit lernen wollen. Montreal wird wegen des ungewöhnlichen Layouts auf diese Frage wohl keine Antworten liefern.

Wer Angst hat, dass vor allem Red Bull und Mercedes von dem Experimentalreifen profitieren, muss mit seinem Urteil bis Silverstone warten. Erst der Mix aus schnellen und langsamen Kurven gibt Einblick, welche Autos mit den Versuchsreifen besser oder schlechter zurechtkommen.

Fällt Reifen-Test ins Wasser?

Red Bull wird am Renntag um kühles Wetter beten. Dann geht der Plan auf, mit einem überlegenen Auto das Rennen von der Spitze weg zu kontrollieren. Sollte es wie im Vorjahr heiß werden, bekommen Red Bull und Mercedes Probleme. Pirelli hat nämlich für hohe Temperaturen die falschen Reifen dabei.

Der Supersoft- und Medium-Gummi sind so genannte "Low-Working-Range-Reifen". Ihr Arbeitsfenster liegt zwischen 20 und 35 Grad auf dem Asphalt. Bei höheren Temperaturen fallen diese beiden Reifentypen aus ihrem Wohlfühlbereich. Dann kann Red Bull wieder klagen, dass man für zu viel Abtrieb bestraft wird. Was natürlich Unsinn ist. Es werden dann nur die Autos belohnt, die bei der mechanischen Abstimmung mehr Spielraum haben.

Nach ersten Prognosen sieht es aber nicht nach Hitze aus. Die 20°C-Marke soll nur selten übertroffen werden. Dafür könnte - wie schon in Barcelona - Regen Pirellis Reifentest am Freitag in die Quere kommen. Dann muss der Test auf Silverstone verschoben werden.

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