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Pirelli fordert Testfahrten

Droht doch der Pirelli-Ausstieg?

Pirelli Reifen GP Indien 2013 Formel 1 Foto: xpb 18 Bilder

Pirelli-Motorsportchef Paul Hembery betonte in Indien noch einmal, dass man im Winter testen muss – sonst könne man keine Reifen für 2014 liefern. Die Italiener haben einen Vertrag für die kommende Saison, aber eine Lösung ist nicht in Sicht.

26.10.2013 Bianca Leppert

In der kommenden Saison beginnt eine neue Ära in Formel 1. Mit den neuen Turbomotoren stehen nicht nur die Ingenieure vor einer neuen Herausforderung. Auch für Reifenlieferant Pirelli ist das Jahr 2014 eine Unbekannte. Die Reifenbelastung wird sich aufgrund der Charakteristik des Turbomotors verändern. Darauf wollen sich Pirelli-Motorsportchef und sein Team gerne einstellen. Schon vor einigen Wochen forderte man Winter-Testfahrten, um sich für die neue Aufgabe besser vorbereiten zu können.

Struktur bleibt gleich, Mischung verändert sich

"Wie unser Vorstandsvorsitzender schon gesagt hat, muss es Testfahrten geben, sonst können wir die Reifen nicht liefern", sagte Hembery in Indien. "Wir brauchen nicht viel. Wir ändern das Konzept, aber in Sachen Struktur ändert sich nicht viel. Eher bei der Mischung. Das sollten wir im Idealfall so schnell wie möglich an einem 2014er Auto ausprobieren."

Nach dem Reifen-Theater in der aktuellen Saison will sich Pirelli nicht noch einmal auf ein Risiko einlassen. Das Image der Italiener hat bereits gelitten. Deshalb ist die Forderung eindeutig: "Wir wollen auf einen gemeinsamen Nenner kommen. Wenn wir nicht testen können, können wir auch für 2014 keine Reifen produzieren."

Auch 2013er Auto als Lösung

Da die Teams natürlich selbst alle Hände voll mit der Entwicklung zu tun haben, kommt für Hembery auch eine Notlösung in Frage. "Wir würden am liebsten mit einem 2014er Auto im Dezember testen. Ein 2013er Auto wäre aber auch in Ordnung. Du lernst immer mehr wenn du fährst, als wenn du gar nicht fährst."

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