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Pirelli gibt Entwarnung

Zwei Reifenplatzer, unterschiedliche Ursachen

Sebastian Vettel GP Belgien 2013 Foto: xpb 25 Bilder

Bahnt sich da ein zweites Silverstone an? Sebastian Vettel und Fernando Alonso kamen mit zwei Reifenschäden rechts hinten an die Box. Pirelli gibt jedoch Entwarnung. Es gibt zwei unterschiedliche Schadensbilder, und beide haben nichts mit den Reifenplatzern von Silverstone zu tun. Die Fahrer sind mit der Erklärung aber nicht zufrieden. Sie fordern eine Sicherheitsgarantie.

23.08.2013 Michael Schmidt

Die erste Reaktion war: Nicht schon wieder. Als Sebastian Vettel seinen Red Bull mit einem zerfledderten rechten Hinterreifen an die Boxen brachte, da kamen einem wieder die Bilder von Silverstone in den Sinn. Mit dem Unterschied, dass sich die Lauffläche nicht ganz abgelöst hatte.

Nach dem zweiten Training wurde bekannt, dass auch Fernando Alonso mit einem Schaden rechts hinten einen Reifensatz verlor. Da es sich um einen schleichenden Plattfuß handelte, konnte Pirelli die Ursache für den Druckverlust schnell ermitteln. Auch bei Red Bull war eine Schadensanalyse noch möglich.

Zwei Löcher im Alonso-Reifen

Pirelli-Sportchef Paul Hembery präsentierte die Fotos von den Schäden wie ein Trophäe. Auf dem Hinterreifen von Alonso waren mitten in der Lauffläche zwei knopfgroße Löcher zu sehen. "Es ist zwischen den Kurven 13 und 15 passiert", berichtete der Spanier.

Die Pirelli-Ingenieure werden den Trainungsbetrieb abwarten und dann die entsprechende Passage inspizieren. "Wir können nur spekulieren, was es war", sagte Hembery. "Das kann von einer scharfen Kante eines Randsteins bis auf ein Fremdobjekt alles sein."

Hat Unterboden den Vettel-Reifen beschädigt?

Auch Vettels Reifenplatzer trat zwischen Kurven 13 und 15 auf. Das aber ist Zufall. Das Schadensbild unterschied sich deutlich von dem des Ferrari. "Wir sehen hier außen auf der Lauffläche zwei längliche Streifen. Es sieht so aus, als wäre da etwas durchgescheuert. Wir vermuten, dass ein Teil des Unterbodens mit dem Reifen in Verbindung gekommen ist und auf diese Weise sich langsam durch die Gummischicht geschabt hat."

Hembery betont, dass sich alle Teams an die von Pirelli gestellten Vorgaben für Radsturz und Luftdruck gehalten haben. Er weist auch Befürchtungen von sich, Pirelli könnte in Spa eine ähnliche Horror-Show erleben wie in Silverstone: "Die Probleme heute haben nichts mit dem zu tun, was wir in Silverstone gesehen haben."

F1-Piloten wollen Garantie

Mit der Erklärung waren die Fahrer offenbar nicht ganz zufrieden. Mark Webber erklärte, dass Fremdkörper auf der Strecke als einziger Grund für die Reifenschäden nicht ausreichend sei. Am Abend machten die Vertreter der Fahrergewerkschaft Druck auf die Verantwortlichen. Sie forderten von Pirelli und der FIA eine Garantie, dass es im Rest des Wochenendes keine Probleme mehr mit den Reifen gibt.

Laut Rennleiter Charlie Whiting gebe es aber keine schriftlichen Garantien. Die Reifenprobleme werden jetzt analysiert und dann mit den Teams diskutiert. Die Fahrer haben offenbar nichts zu sagen. Es ist nicht das erste Mal, dass die Gummis in Spa Probleme machen. 2011 kämpfte Pirelli mit schwerer Blasenbildung an den Vorderreifen. 2004 gab es im Rennen gleich mehrere Reifenschäden - genau wie bei Vettel hinten rechts. Damals lieferte allerdings noch Michelin die Gummis.


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