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Pirelli in Jerez

Supersoft-Reifen sorgt für Verwirrung

Jenson Button, McLaren, Formel 1-Test, Jerez, 5.2.2013 Foto: SB-Medien 169 Bilder

Pirelli hat seine neue Reifengeneration zum ersten Formel 1-Test in Jerez gebracht. Wie angekündigt, scheinen die neuen Gummis stärker zu verschleißen. Für Verwirrung sorgte die Supersoft-Mischung, die in Jerez eigentlich gar nicht zum Einsatz kommen sollte.

05.02.2013 Tobias Grüner

Neue Saison, neue Reifen. Beim Testauftakt in Jerez hatten die Teams zum ersten Mal die Gelegenheit, die Gummis für 2013 ausgiebig zu testen. Die neue Generation Pirellis war zwar schon kurz im Freien Training von Brasilien im Einsatz, doch im WM-Schlussspurt blieb nur wenig Zeit, sich mit den Reifen der Zukunft auseinanderzusetzen.

Jerez extrem für die Reifen

Pirelli hatte angekündigt, dass die Slicks nun noch schneller abbauen. Damit will man weiter für eine gute Show sorgen. Bei den Piloten kommt so etwas bekanntlich nicht gut an. Fast alle klagten über den hohen Verschleiß. "Das konnte man mit bloßem Auge sehen, wie plötzlich der Grip fehlte", erklärt Mark Webber. "Der Unterschied zwischen einem neuen und einem älteren Reifen war sehr groß. Schon nach ein paar Runden fielen die Zeiten massiv ab."

Allerdings warnte der Red Bull-Pilot auch vor voreiligen Schlüssen. "Die Strecke in Jerez ist etwas Besonderes. Man kann sich hier wegen den Reifen in die Hosen scheißen. Aber dann ist es woanders plötzlich kein Problem mehr." Auch Romain Grosjean wollte noch nicht zu viel interpretieren. "Das hier ist Jerez. Der Asphalt ist sehr rau, das Layout hart zu den Reifen. Die Temperaturen sind sehr niedrig. Das kann sich alles noch ändern."

Reifen-Markierungen unglücklich

Zum ersten Mal im Einsatz war am Dienstag auch die harte Mischung, die in diesem Jahr mit einer orangen Markierung gekennzeichnet ist. Doch ausgerechnet die sorgte für kleine Irritationen, weil sie der roten Supersoft-Kennzeichnung sehr ähnlich sieht. Je nach Lichteinfall sind beide Mischungen kaum noch zu unterscheiden.

In Jerez sollte dieses Thema eigentlich gar kein Problem sein. Pirelli erklärte vor dem Test offiziell: "Den supersoften Slick liefert Pirelli nicht nach Jerez, da er auf Grund seiner Eigenschaften nicht zur Strecke passt." Doch einige Fans haben beim Studium der Bilder ganz genau hingeschaut und plötzlich Reifen mit roter Markierung gesehen. Und am Abend bestätigte McLaren ganz offiziell. "Wir hatten hart und supersoft im Einsatz."

McLaren bestellt sich Supersoft-Reifen

Das sorgte für etwas Konfusion bei den Fans und im Fahrerlager. Auf Anfrage von auto motor und sport löste Pirelli das Rätsel. Eine Sprecherin erklärte: "Pirelli hat pro Team 20 Reifensätze nach Jerez geliefert, unter denen sich aber keine Supersoft-Reifen befanden. Die Teams hatten dann jeweils noch einmal die Möglichkeit, 15 Sätze für sich auszusuchen. Das liegt nicht in unserem Einflussbereich und darüber können wir natürlich auch nicht im Einzelnen kommunizieren."

Bleibt noch das Problem, die beiden Mischungen auseinanderzuhalten. Doch auch das sieht der Ausrüster nicht so dramatisch, weil es nur bei den Testfahrten auftritt: "Es ist recht unwahrscheinlich, dass Supersoft und Hard einmal zusammen bei einem Rennen zur Verfügung stünden. Das ist zumindest bisher noch nie vorgekommen", so Pirelli.

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