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Pirelli-Reifen in Monaco

Einstopp-Strategie nicht unmöglich

Pirelli-Supersoft GP Monaco Foto: dpa 21 Bilder

Die Sorgen um den Pirelli Supersoft-Reifen sind unbegründet. Der rotmarkierte Gummi hält besser als erwartet und ist dabei auch noch schnell. Sauber-Pilot Sergio Perez legte unglaubliche 32 Runden damit zurück. Für das Rennen ist der "Option" wohl die bessere Wahl. 

26.05.2011 Tobias Grüner

Die Erinnerungen aus Barcelona waren bei den Formel 1-Piloten noch frisch. Bei den Wintertestfahrten in Katalonien fiel der neue Supersoft-Reifen nach wenigen Kilometern praktisch auseinander. Nach der ersten Runde baute der Gummi schon mehr als eine Sekunde ab. Nach zwei Runden wurde nur noch gerutscht. Mehr als vier Runden trauten sich nur die wenigsten damit zu fahren.

Supersoft auch besser im Rennen?

Kein Wunder, dass die Piloten vor der Supersoft-Premiere in Monaco nicht besonders positiv gestimmt waren. Doch am ersten Trainingstag präsentierte sich der neue Gummi deutlich widerstandsfähiger. "Der Reifen ist ein gutes Stück schneller. Nicht nur im Qualifying sondern auch im Rennen. Die große Abnutzung der Wintertests haben wir heute nicht gesehen", berichtete Toro Rosso-Pilot Sebastien Buemi zufrieden.

Der größte Reifenflüsterer im Feld ist nach wie vor das Auto von Sauber. In Kombination mit dem runden Fahrstil von Sergio Perez stellt das Team regelmäßig Reichweiten-Rekorde mit einem Satz Gummis auf. Am Donnerstag legte der Mexikaner unglaubliche 32 Runden auf den schwarzen Sohlen mit den roten Logos zurück.

Pirelli rechnet mit Zweistopp-Strategie

Der längste Stint zum Ende der Session dauerte 27 Runden. "Das ist wirklich erstaunlich", wunderte sich auch Pirelli-Sportchef Paul Hembery. Die internen Prognosen waren auf dem glatten Asphalt und bei warmen Temperaturen von einer Lebensdauer von zehn Runden ausgegangen. Und nun hält der Reifen bei Perez fast eine halbe Renndistanz.

Auch das Verhalten der klebrigen Reifen ist nicht ganz wie erwartet. "Er braucht zwei bis drei Runden bis er richtig warm ist. Von der sechsten bis zur zehnten Runden gibt es einen Abfall", so die erste Analyse von Pirelli. "Es ist nicht realistisch, lange Stints auf den Supersoft-Reifen zurückzulegen. Wir rechnen mit einer möglichen Zweistopp-Strategie", erklärte Hembery zufrieden.

Perez fährt konstante Zeiten

Nur der Sauber scheint mal wieder sämtliche Analysen zu widerlegen. Perez fuhr im ersten Stint auf Supersoft eine Zeit von 1:17.541 Minuten. In seinem zweiten Stint fielen die Zeiten auf konstante 1:20er bzw. 1:21er Runden. Damit war Sauber zwar nicht besonders schnell, aber dafür sehr gleichmäßig über eine lange Distanz.

Zum Vergleich: Ferrari hat mit Fernando Alonso und Felipe Massa Dauerläufe über zehn Runden im Bereich von 1:18 Min. absolviert. In puncto Racepace war bei den roten Autos kaum ein Unterschied zwischen soft und supersoft zu erkennen. Geht es um eine einzige schnelle Runde im Qualifying beträgt die Differenz der beiden Mischungen dagegen zwischen 1,0 und 1,5 Sekunden. "Bei den Teams weiter hinten im Feld ist es eher mehr", so Hembery.

Kann sich Sauber einen Stopp sparen?

Die große Frage lautet, ob sich die Sauber-Strategen wieder mal einen Stopp komplett einsparen wollen. Wie schon in Australien werden die Schweizer wohl mit einem Einstopper spekulieren. Wenn die Strecke noch ein bisschen mehr Gummi bekommt, ist diese Strategie für das weiße Auto am Rennsonntag zumindest nicht unmöglich.

Ein reifenschonendes Auto ist auf einer Strecke wie Monaco besonders wertvoll. Wer bei den Boxenstopps flexibel ist, kann besser reagieren, um eine gute Position auf der Strecke nicht zu verlieren. Muss man vorzeitig zum Reifenwechsel und gerät dann in den Verkehr, ist das Rennen wegen der mangelhaften Überholmöglichkeiten schnell gelaufen.

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