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Pirelli in Singapur

Superweicher Reifen hält zu gut

Pirelli Super-Soft Singapur 2011 Foto: Grüner 76 Bilder

Die Pirelli-Reifen haben den Fans diese Saison viele spannende Rennen bereitet. In Singapur sieht es allerdings schlecht aus mit der Gummi-Action. Die super-weichen Reifen halten auch über längere Runs konstant gut durch.

23.09.2011 Tobias Grüner

Pirelli-Chef Paul Hembery sah nach dem Freien Training von Singapur nicht besonders glücklich aus. "16 Runden hat der Red Bull auf den super soft-Reifen durchgehalten. Und die Rundenzeiten wurden am Ende mit weniger Sprit im Tank sogar noch schneller", klagte der Brite. Das war so nicht ganz geplant. "Wir wollen die Teams mit unserer Reifenwahl eigentlich vor Herausforderungen stellen."

Teams machen Fortschritte beim Verschleiß

Pirelli hatte aber keine andere Wahl. Mit den Mischungen "super soft" und "soft" hat man schon die beiden kurzlebigsten Varianten im Gepäck. Weicher geht einfach nicht. "Die Teams haben unglaubliche Fortschritte in Sachen Abtrieb gemacht. Und natürlich auch bei der Art, wie sie die Reifen behandeln", begründete der Gummi-Guru den geringen Verschleiß. "Wir schießen da mit unseren Mischungen auf ein bewegliches Ziel. Das ist nicht so einfach."

Da der weichere Reifen einigermaßen gut durchhält und dann noch fast eine Sekunde schneller pro Runde ist, erwartet Hembery eine relativ klare Strategie. Zunächst werden wohl die rot-markierten weicheren Reifen aufgebraucht. Erst am Ende des Rennens ist dann der etwas härtere Gummi mit dem gelben Pirelli-Logo auf der Flanke dran. "In Monaco haben wir aber auch gedacht, dass die Taktik relativ einfach ist. Am Ende hatten wir drei verschiedene Strategien auf dem Podium", macht sich Hembery selbst Hoffnung.

Top-Teams ohne super-soft ins Q3?

Etwas überraschend musste der Brite außerdem erkennen, dass die Top-Teams Red Bull, McLaren und Ferrari einen relativ deutlichen Vorsprung zum Mittelfeld aufweisen. "Es könnte gut sein, dass sie die zweite Runde des Qualifyings auch ohne die super soft-Reifen überstehen." Am Ende könnte es also gut sein, dass bei Pirelli wieder einmal ein paar unbenutzte Reifen der härteren Mischung in den Schredder wandern, weil sie einfach nicht gebraucht werden.

Immerhin berichteten einige Piloten von Problemen, die weichere Mischung bei aggressiver Fahrweise im Qualifying am Leben zu halten. "Ich merke schon nach drei Vierteln der Runde, dass er etwas abbaut", erzählte Renault-Pilot Bruno Senna. Bei den Reifenflüsterern von Sauber hält er gerade so eine komplette Runde durch. Ferrari-Pilot Fernando Alonso erklärte dagegen, dass er noch in der dritten Runde Zeitenverbesserungen markieren konnte.

Kerbs machen Pirelli Sorgen

Neben dem fehlenden Verschleiß machten den Pirelli-Verantwortlichen auch die Kerbs etwas Kopfzerbrechen. "Wir haben sie uns vorher mit der FIA ganz genau angeschaut. Eine herausstehende Schraube wie im ersten Training ist sehr gefährlich, weil der Reifen beim Überfahren direkt die komplette Luft verliert." Nur mit einem war Hembery wirklich richtig zufrieden. "Die Markierungen an den Reifenflanken sehen unter Flutlicht wirklich klasse aus."

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