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Pirelli liefert Zahlen für 2014er Saison

Mehr Kilometer, weniger Boxenstopps

Pirelli-Reifen - Formel 1 - GP Abu Dhabi - 20. November 2014 Foto: ams 21 Bilder

Pirelli machte aus der Not eine Tugend. Mehr Motorleistung und ein höheres Drehmoment zwang die Reifenbauer zu härteren Gummimischungen. Das führte dazu, dass die Pirelli-Reifen länger hielten. Und dass die Zahl der Boxenstopps sank.

11.12.2014 Michael Schmidt

In den ersten drei Jahren erntete Pirelli Lob und Kritik. Lob von denen, die sich unterhaltsame Rennen wünschten. Die Pirelli-Sohlen waren oft eine Wundertüte und haben das Feld durcheinander gewürfelt, weil sie so schwer zu verstehen waren. Kritik kam von den Fahrer, die sich langlebigere Produkte wünschten. Nach drei Jahren Grenzgang zwischen den unterschiedlichen Ansprüchen zwang ein neues Reglement Pirelli dazu, einen haltbaren Reifen zu bauen.

Aus Angst vor der Verdoppelung des Drehmoment stellte Pirelli vier härtere Gummimixturen bereit. Ziemlich schnell stellte sich heraus, dass die Sorge unbegründet war. Pirelli reagierte darauf, dass man bei vielen Rennen eine Stufe weicher zur Wahl stellte als im Vorjahr. Was damit wieder dem Stand von 2013 entsprach. Nachdem die neuen Autos zunächst um zwei bis vier Sekunden langsamer waren als ihre Vorgänger, holten sich die Aerodynamiker und Motorentechniker Schritt für Schritt verlorene Rundenzeit zurück. In Austin, Interlagos und Abu Dhabi war die neue Formel 1 schneller als die alte.

Im Schnitt sieben Boxenstopps pro Rennen mehr

Auch die Rennen veränderten sich. Das zeigt die Verteilung der verwendeten Gummimischungen. Die Reifentypen "soft“ und „supersoft“ kamen häufiger zum Einsatz als 2013. Und sie erwiesen sich als haltbarer. Die Mischung soft wurde im Schnitt 93,4 Kilometer lang gefahren. Im Jahr davor haben die Fahrer die zweitweichste Garnitur nach durchschnittlich 46,9 Kilometer wieder abgelegt. Bei den Reifentypen "supersoft“ und "medium“ blieb die Kilometerleistung pro Satz ungefähr gleich. Dagegen wurde die Beton-Mischung "hart“ um 12,4 Prozent länger benutzt.

Die höchste Kilometerleistung der Pirelli-Ära schaffte Nico Rosbergs zweiter Reifensatz in Sotschi. Er kam 52 Runden oder 304 Kilometer weit. Trotz einer Aufholjagd von Platz 20 auf Rang 2. In der Saison 2013 schaffte der langlebigste Pirelli-Satz beim GP Indien nur 261 Kilometer. In beiden Fällen handelte es sich um die Mischung „medium“. Erstaunlicherweise hatte die härteste Mixtur die kürzeste Lebenszeit. In Monza wurden 202 Kilometer als Rekord gemessen. Einen Kilometer weniger als der Bestwert für einen Satz "supersoft“, der es in Monaco auf 203 Kilometer brachte.

Die längeren Laufzeiten hatten auch Auswirkungen auf die Anzahl der Boxenstopps. Durchschnittlich wurden 44 Mal pro Rennen Reifen gewechselt. Im Jahr zuvor standen die Autos pro Grand Prix noch 51 Mal an der Box. Das Rennen mit den meisten Boxenstopps war der GP Bahrain. 58 Mal hatten die Boxen-Crews einen Einsatz. Am ruhigsten ging es in Monza in der Boxengasse zu. Nur 23 Mal stand ein Reifenwechsel an. Die Vergleichswerte 2013: Negativrekord in Barcelona mit 80 Boxenstopps, Bestwert wieder in Monza mit 24.

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