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Neues System zur Kontrolle des Reifendrucks

Reduziert Pirelli Startdrücke wieder?

Williams - Startvorbereitung - Formel 1 - 2016 Foto: ams 21 Bilder

Der Reifenheiz-Trick gehört der Vergangenheit an. Die FIA greift gemeinsam mit Pirelli durch. Funktioniert das in der Praxis, kann sich Pirelli auch vorstellen, die hohen Startdrücke wieder zu reduzieren.

01.07.2016 Bianca Leppert

Die Teams in der Formel 1 sind auf der Suche nach jedem noch so kleinen Trick, um entscheidende Zehntel auf der Strecke zu finden. Zuletzt wurde der Reifenheiz-Trick viel diskutiert. Vor allem Mercedes tat sich dabei hervor, die Radträger in der Startaufstellung zu heizen, um durch einen stärken Temperaturabfall auch den Druck im Reifen im Fahrbetrieb zu reduzieren. Denn umso niedriger dieser ist, umso schneller ist man unterwegs. Den kompletten Ablauf des Prozedere haben wir hier noch einmal zusammengefasst.

Pirelli kontrolliert Reifendrücke vor Montage

In Österreich greift die FIA nun durch und misst die Reifendrücke ab sofort vor der Montage. Danach darf der Druck nicht mehr abgelassen werden. Zuvor wurde der Druck am Auto gemessen. So wird das Aufheizen der Radträger nun obsolet. „Wir arbeiten schon einige Zeit mit der FIA daran, das System zu verbessern“, sagt Mario Isola von Pirelli. „Nach einigen Meetings gemeinsam mit den Teams haben wir beschlossen, hier im ersten Schritt etwas zu ändern.“ Ein guter Zeitpunkt, denn in Silverstone ist die Belastung für die Reifen noch größer.

Damit niemand in Versuchung kommt, zu schummeln, passt man nun besonders auf. In jedem Team arbeitet ohnehin ein Pirelli-Ingenieur. „Wenn die Reifen fertig vorbereitet sind, prüfen wir den Druck“, sagt Isola. „Die Teams messen ja selbst und unser Mann kontrolliert, dass der Mindestdruck eingehalten wird. Danach darf der Druck nicht mehr abgelassen werden.“

Pirelli zieht in Erwägung, Startdruck abzusenken

In den vergangenen Rennen sind die vorgeschriebenen Werte von Pirelli exorbitant hoch gewesen. Allerdings nur um auf die Tricksereien der Teams zu reagieren. Am Red Bull-Ring liegen sie vorne bei 22 und hinten bei 19,5 PSI – 4 PSI vorne und hinten 2,5 PSI mehr als im Vorjahr. Sollte sich die Situation nun beruhigen, will man eventuell auch die Startdrücke wieder senken. „Wenn wir mithilfe des neuen Systems einen höheren Druck während der Fahrt feststellen, können wir den Startdruck wieder reduzieren“, meint Isola.

Neben den Reifendrücken war auch das Körnen der Pneus in den Trainings am Freitag ein Thema. Das sieht der Pirelli-Experte jedoch gelassen. „Das kommt auf einer 'grünen' Strecke oft vor. Der Wetterbericht prophezeit auch Regen für Samstagnachmittag. Das Rennen wird also auch auf 'grüner' Strecke stattfinden. Das bedeutet einen höheren Reifenabbau. Wir gehen davon aus, dass man Ultrasoft-Ultrasoft-Supersoft verwenden wird. Wir erwarten ein 2-Stopp-Rennen.“

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