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Pirelli Reifen-Diskussion

Rosberg widerspricht Schumi

Nico Rosberg - Mercedes - Formel 1-Test - Mugello - 1. Mai 2012 Foto: Grüner 29 Bilder

Nico Rosberg hatte am ersten Testtag von Mugello einen frühen Feierabend. Am Nachmittag testete Michael Schumacher. In der Mittagspause hatte der Mercedes-Pilot Zeit, über die Testfahrten und die viel gescholtenen Pirelli-Reifen zu sprechen. Rosberg teilt die Kritik seines Teamkollegen an den Reifen nicht.

01.05.2012 Michael Schmidt

Der erste Arbeitstag von Nico Rosberg in Mugello war nach vier Stunden beendet. Der Mercedes-Pilot drehte 49 Runden mit einer persönlichen Bestzeit von 1.24,100 Minuten. Am Nachmittag übernahm Michael Schumacher das Cockpit. Rosberg ist erst am letzten Testtag (3.5.) wieder an der Reihe. Vor dem Mittagessen fand der Shanghai-Sieger Zeit für einen Plausch. Es ging um das Testprogramm in Mugello und natürlich um die Reifen.

Mehr Rückschlüsse als in den Wintertests möglich

Obwohl die Formel 1 zum ersten Mal seit 2008 wieder mitten in der Saison testet, kann Rosberg nichts Ungewöhnliches an der Situation feststellen. "Es fühlt sich an wie immer. Der einzige Unterschied zu den Wintertests ist der, dass wir heute wissen, wer wie stark ist. Wir können die anderen Autos und uns besser einschätzen."

Die Strecke findet seinen Beifall. "Toll zum Fahren. Für die Ingenieure wäre Barcelona vielleicht ein bisschen besser, weil es da mehr Kurventypen gibt. In Mugello kannst du hauptsächlich schnelle Kurven üben. Auf die Bremsen kommt es nicht so an. Und es gibt praktisch keine langsamen Kurven."

Mit Verwunderung hört er, dass sein Vater auch schon in Mugello gefahren ist. Keke Rosberg erinnert sich. "In den 70er Jahren war ich mit einem Chevron-Hart hier. Auf den Geraden bin ich fast verhungert, weil der Hart-Motor 30 PS weniger Leistung als der BMW-Motor hatte. Ich glaube, dass ich 1995 in Mugello auch noch ein DTM-Rennen gefahren bin."

Mercedes testet nicht nur neue Teile

Das Arbeitspensum für Rosberg und Schumacher ist riesig. "Der Fokus liegt auf den neuen Teilen. Aber wir wollen uns auch auf unsere Schwachpunkte konzentrieren", erzählt Rosberg. Gemeint ist der Rennspeed. Das heißt Hausaufgaben machen mit den Reifen und der Fahrzeugabstimmung. "Wir haben vom Rennspeed noch nicht das Optimum erreicht", bemängelt Rosberg.

"Einige im Team glauben, dass wir in Bahrain mit der Abstimmung etwas zu konservativ unterwegs waren und deshalb etwas Zeit hergeschenkt haben, aber ich bin da anderer Meinung. Viel schneller ging es nicht. Webber hätte ich auch mit einer anderen Abstimmung nicht mehr geschafft."

Da kommt das Thema schnell auf die Reifen. Und auf die Kritik seines Teamkollegen Michael Schumacher, der den Fahrspaß vermisst, wenn er nur noch 70 Prozent von seinem Limit fahren kann, nur weil sich alles nur noch ums Reifenschonen dreht. "Wenn Michael es so gesagt hat, dann kann ich ihm nicht zustimmen", kontert Rosberg.

"Reifenmanagement eine echte Herausforderung"

"Erstens haben die ersten vier Rennen super Sport geboten, und das auch dank der Reifen. Zweitens ist das Reifenmanagement für die Ingenieure und die Fahrer eine echte Herausforderung, weil es von Strecke zu Strecke verschieden ist. Du musst dich jedes Mal neu darauf einstellen. Das beste Beispiel bin ich selbst. In China gewinne ich, in Bahrain liegt nicht mehr drin als Platz fünf. Warum ist das so? Diese Frage müssen wir beantworten."

Auch für die unterschiedlichen Anforderungen im Training und im Rennen kann sich Rosberg begeistern: "Reifenmanagement gibt es auch im Training. Du musst sie exakt vorbereiten, damit sie genau in dieser einen Runde optimalen Grip liefern. Im Rennen müssen sie über eine bestimmte Distanz halten. Da bist du als Fahrer gefordert."

Der Unterschied zu früher liegt vor allem im fehlenden Wettbewerb. Heute setzt Alleinunterhalter Pirelli den Fahrern sechs Reifentypen vor. "Früher konnte man die Reifen in seine Richtung entwickeln", erinnert sich Rosberg.

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