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Paul Hembery

Pirelli-Reifen nicht komplizierter als 2011

Pirelli Reifen GP China 2012 Foto: Mercedes 29 Bilder

Die Pirelli-Reifen sind auch in dieser Saison wieder ein Thema. Viele im Fahrerlager meinen, der Umgang mit den Reifen sei noch schwieriger als im vergangenen Jahr. Pirelli-Motorsportdirektor Paul Hembery widerspricht dieser Aussage.

13.04.2012 Bianca Leppert

Arbeitsfenster. Dieses Wort könnte man schon jetzt zum Formel 1-Unwort der Saison 2012 küren. Es spricht zwar jeder darüber, aber so richtig schillernd klingt es nicht. Noch dazu ist das sperrige Wort noch nicht einmal korrekt. Zumindest was die Probleme einiger Teams mit dem Pirelli-Reifen angeht. Egal, wo man sich im Fahrerlager umhört. Jeder behauptet, das Arbeitsfenster des Pirelli-Reifen sei kleiner geworden. Sprich: Der Temperaturbereich, in dem der Reifen den meisten Grip liefert.

Ausdrucksweise nicht ganz richtig

Pirelli-Motorsportdirektor Paul Hembery sieht die Sache etwas differenzierter. "Manche verwenden eine nicht ganz richtige Terminologie", sagte der Reifenpapst am Freitag in China. "Die Teams haben es teilweise noch nicht geschafft, die richtige Balance und das Setup zu finden, um die optimale Leistung sowohl bei vollem Tank als auch mit wenig Benzin im Tank zu erreichen. Das ist das eigentliche Thema."

Laut Hembery gehe es nicht um das Arbeitsfenster der Pirelli-Reifen, sondern vielmehr um die Überhitzung und Abnutzung der Pneus. "Manche Kommentare legen nahe, dass es ein Problem gibt, die Reifen von der Temperatur her in das Arbeitsfenster zu bekommen", sagt Hembery. "Aber das haben wir bei den Wintertests und in unseren eigenen Tests nicht feststellen können. Und auch hier nicht nicht gesehen."

Setup zu sehr auf Qualifying ausgerichtet

Stattdessen beobachtet Hembery den Trend, dass die Techniker das Setup zu sehr auf das Qualifying trimmen. Dabei vergessen sie aber oft, dass die Reifen mit dem höheren Gewicht bei vollem Tank stärker beansprucht werden. Die Crux liegt darin, die richtige Balance zu finden. Vor dieser Aufgabe steht auch Mercedes GP. Allerdings nimmt Hembery das Team um Ross Brawn in Schutz. "Bei Mercedes geht es mehr um Feintuning, das kann man nicht mit letztem Jahr vergleichen", sagt er.

Für das Rennen am Sonntag rechnet Hembery mit einer Dreistopp-Strategie. "Zwischen den Mischungen liegt ein Unterschied von 0,6 bis zu 0,8 Sekunden. Es ist aber noch zu früh, das Abnutzungsniveau zu bestimmen, weil nicht jeder mit vollem Tank Longruns absolviert hat. Aber der vordere linke Reifen ist begrenzt. Die Reifen sollten 18 bis 22 Runden halten - je nachdem ob hart oder weich."

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