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Pirelli-Reifenchef Paul Hembery

"Keine Angst vor Melbourne"

Mark Webber - Barcelona F1 Test 2013 Foto: xpb 26 Bilder

Die Teams malen bereits Katastrophenszenarios an die Wand. Wenn die Reifen weiter so dahinschmelzen wie bei den Testfahrten in Barcelona, dann gehen beim GP Australien die Reifen aus. Pirelli-Reifenchef Paul Hembery schüttelt den Kopf: "Das wird uns jedes Jahr prophezeit, und was war dann? Glauben Sie mir: Es wird zwei bis drei Stopps geben."

28.02.2013 Michael Schmidt

Fahrer und Ingenieure schlagen Alarm. Die neuen Pirelli-Reifen sind Minutenbrenner. Was natürlich auch an den tiefen Temperaturen bei den Testfahrten in Barcelona liegt. Trotzdem beschleicht viele im Zirkus die Angst: Was, wenn es in Melbourne nicht besser wird?

"Dann müssen wir sieben Mal Reifen wechseln", sagte Segio Perez letzte Woche. Pirellis Reifenchef Paul Hembery hält das für Panikmache: "Sagen wir das nicht jedes Jahr nach den Wintertests? Und jedes Mal gab es in Melbourne ein ganz normales Rennen. Ich kann ihnen versichern: Es wird zwei bis drei Stopps geben."

Barcelona zu kalt für die Reifen

Hembery stuft die Reifenprobleme als völlig normal ein: "Wir fahren hier in Barcelona um zehn Grad unter dem Arbeitsbereich, in dem die Reifen funktionieren. Statt 80 messen wir 70 Grad. Selbst wenn die Sonne rauskommt, heizt das den Asphalt nicht auf. Durch den Winter steckt die Kälte tief drin.

Dazu kommen die niedrigen Lufttemperaturen. Sie kühlen die Lauffläche durch die Rotation aus. Wenn der Gummi zu kalt ist, kommt es zu chemischen Reaktionen, die dafür sorgen, dass der Gummi aufbricht. Wir erleben hier etwas, das völlig normal ist."

Testfahrten ohne Sinn?

Unter den Umständen stellt sich die Frage, ob Testfahrten im Februar in Spanien Sinn machen. "Wir würden freiwillig zu der Jahreszeit nicht in Spanien testen", sagt Hembery. "2011 wurde darüber gesprochen, in Bahrain zu testen. Vielleicht macht das mehr Sinn. Aber das müssen die Teams besser wissen."

Schlussendlich schießen sich die Teams selbst ins Knie. Sie lernen wenig bis nichts über ihre Autos. Geht es Pirelli mit den Reifen nicht genauso? "Uns trifft es genauso", gibt Hembery zu: "Wir wissen aber anhand der Daten und unserer Erfahrungen ganz genau, dass wir auf dem richtigen Weg sind."

Hembery glaubt, dass man das richtige Bild über die Reifen erst beim GP China sehen wird. "Australien und Malaysia sind zu speziell, als dass man da umfassende Schlüsse daraus ziehen kann."

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