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Neues Eau Rouge-Foto aufgetaucht

Waren doch die Randsteine am Reifenplatzer schuld?

Spa Randstein Vettel Foto: xpb, Archiv 21 Bilder

Pirelli gab Trümmerteilen die Schuld an Sebastian Vettels Reifenschaden von Spa. Dabei muss es sich nicht unbedingt um Karbonsplitter handeln. Jetzt ist ein Foto von dem Randstein in Eau Rouge aufgetaucht. Das zeigt eine scharfkantige Spalte. Möglicherweise wurde das Vettel zum Verhängnis.

10.09.2015 Michael Schmidt

Die Wogen haben sich wieder geglättet. Aber nach dem GP Belgien gab es zwei Wochen lang nur ein Thema. Warum platzte bei Sebastian Vettel ausgangs Eau Rouge der rechte Hinterreifen? Pirelli gab in Monza eine Erklärung ab, die nicht alle zufriedenstellte. "Unsere Tests haben gezeigt, dass die Reifenschäden von Spa auf die Kombination von Trümmerteilen und einer langen Laufzeit der Reifen auf einer Strecke, die besonders anspruchsvoll ist, zu tun haben."

Pirelli führte weiter aus, dass man im Verlauf des GP-Wochenendes in Spa insgesamt 63 Schnitte in Reifen festgestellt hatte, was weit über dem Durchschnitt lag. Der Verdacht, es könnte sich um Ermüdungsbrüche der Konstruktion gehandelt haben, wurde von dem italienischen Reifenhersteller abgestritten. "Es gibt dafür keinerlei Hinweise."

"Seb war nie neben der Strecke"

Die hohe Anzahl an Beschädigungen seiner Reifen führte Pirelli auf die unfallreichen Rahmenrennen zurück. In der GP2 und GP3 krachte es an allen Ecken und Enden. Überall seien kleine Karbonsplitter gelegen, hieß es in einem Bericht. Anhand von Fotos zeigten Pirelli-Vertreter in Monza den Teams, dass die Reinigungsmaßnahmen in Belgien nicht mehr zeitgemäß seien. Da kam noch der gute alte Besen zum Einsatz.

Romain Grosjean mochte die Trümmer-Theorie nicht glauben. Er folgte Vettel in der Schlussphase des Rennens über mehrere Runden. "Seb war nie neben der Strecke." Aber er fuhr, wie alle anderen auch, mit allen vier Rädern über den neuen Randstein auf der linken Seite hinter der Kuppe von Eau Rouge. Der war nach Nico Rosbergs Reifenschaden am Freitag abgehobelt worden.

Normalerweise dürfen Randsteine einem Reifen nichts ausmachen, auch wenn die Geschwindigkeiten in Eau Rouge zwischen 310 und 320 km/h betragen. Doch in diesem Fall ist es vielleicht anders. auto motor und sport wurde ein Foto zugespielt, dass den Randstein in Eau Rouge nach dem Rennen zeigt. Deutlich zu sehen ist eine scharfkantige Spalte. Wenn ein Reifen diese Kante jede Runde mit Vollgas trifft, kann es vielleicht doch zu Schäden am Unterbau des Reifens kommen.

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