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Mercedes-Reifentest illegal?

Red Bull und Ferrari legen Protest ein

Sebastian Vettel - Red Bull - Formel 1 - GP Monaco - 23. Mai 2013 Foto: xpb 26 Bilder

Red Bull und Ferrari protestieren gegen Mercedes. 90 Minuten vor dem Grand Prix von Monaco ließ Red Bull-Teamchef Christian Horner die Katze aus dem Sack. Der Rennstall der Silberpfeile habe gegen das Sportgesetz verstoßen und in der Saison mit einem aktuellen Auto getestet.

26.05.2013 Michael Schmidt

Dieser Grand Prix von Monaco wird ein Nachspiel haben. Und wenn Mercedes gewinnt, hat er auch keinen Sieger. Red Bull-Teamchef Christian Horner bestätigte auf Anfrage von auto motor und sport: "Wir werden gegen Mercedes Protest einlegen." Begründung: Mercedes hat gegen Artikel 20.2 des Sportgesetzes verstoßen und innerhalb der Saison verbotenerweise mit einem aktuellen Auto zwei Tage lang in Barcelona getestet.

Dass man in Spanien andere Reifentypen ausprobiert hat als die, die jetzt in Monaco zum Einsatz kommen, hat für Horner keinen Belang: "Es geht nicht um die Reifenspezifikationen. Es geht ums Prinzip. Tests unter der Saison mit dem aktuellen Auto sind gegen die Regeln."

Ferrari fragt bei der FIA an

Lotus und McLaren halten noch die Füße still. "Weil denen der Mut fehlt, etwas zu unternehmen", winkt Horner ab. Ferrari hatte zunächst auch nur eine formelle Anfrage an die FIA gestellt, wie ein Team gegen die Regeln mit einem 2013er Auto testen könne. Man selbst ist offenbar 500 Kilometer im Rahmen der Ausnahmeregelung gefahren, allerdings mit einem 2010er Ferrari. Nach kurzer Bedenkzeit haben sich die Italiener dann doch noch dem offiziellen Red Bull-Protest angeschlossen.

Pirelli beruft sich auf einen Vertrag, den man mit der FIA im letzten Jahr unterzeichnet habe. Der erlaubt in Notfällen Testfahrten mit dem aktuellen Auto. Weil Pirelli mit dem eigenen 2013er Renault keine relevanten Testergebnisse erziele. Aus Pirelli-Kreisen hörte man, dass der Test von Mercedes in Barcelona am 15. und 16. Mai erstmals verwertbare Ergebnisse über die Probleme mit der Delamination gebracht habe.

"Mercedes hat nichts geheimgehalten"

Nicht alle Teams wurden über dieses Spezialabkommen mit der FIA unterrichtet. Bei Red Bull und Ferrari gibt man mittlerweile zu, dass man von dem Vertrag gewusst habe. Man sei allerdings davon ausgegangen, dass er sich auf Autos beziehe, die mindestens zwei Jahre alt sind, also aus der Saison 2011 und älter.

Bei Sauber ist man besonders darüber verärgert, dass sowohl Mercedes als auch Pirelli den Test geheimgehalten haben. Mercedes-Teamchef Toto Wolff entgegnet: "Von Geheimtest kann keine Rede sein. Wir haben unsere Motorhomes und die Boxeneinrichtung nach dem Rennen in Barcelona stehengelassen. Jeder konnte das sehen. Lewis und Nico haben sich ganz offen bewegt. Sie sind außerhalb der Strecke von vielen Leuten gesehen worden. Wir haben nichts versteckt."

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