6 Ausgaben testen + attraktive Prämie sichern!

6 Ausgaben auto motor und sport mit 25% Preisvorteil zum Preis von nur 17,60 € (ggf. zzgl. 1 € Zuzahlung) testen.

Dazu eine unserer zahlreichen attraktiven Prämien sichern!

Weitere Infos und Bestellung HIER!

Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Pirelli erwartet Ein-Stopp-Rennen

40 km/h schneller in den Kurven

Daniel Ricciardo - Red Bull - Pirelli-Test - Abu Dhabi Foto: Pirelli 34 Bilder

Die Reifentestfahrtfahrten sind abgeschlossen, die Daten studiert. Pirelli fütterte seine Simulationen mit den letzten Informationen von den Teams und erwartet in den Kurven bis zu 40 km/h mehr.

14.02.2017 Tobias Grüner 2 Kommentare

Die Hausaufgaben sind abgeschlossen. Rund 12.000 Testkilometer wurden an 24 Tagen in speziell aufgerüsteten Interimsautos von Ferrari, Mercedes und Red Bull abgespult. Pirelli hat die Datenflut ausgewertet und von den Teams die neuesten Abtriebswerte und Simulationen erhalten. So langsam ergibt sich daraus ein Bild, wie die Formel 1-Saison 2017 laufen könnte.

13 Tage bevor die neue Formel 1-Generation in Barcelona ihre Runden dreht, feierte sich Pirelli in Turin für 110 Jahre Motorsport. Motorsport-Direktor Paul Hembery und Technikchef Mario Isola plauderten aus dem Nähkästchen. Die Formel 1-Autos 2017 werden die schnellsten aller Zeiten. Doch wie schnell genau?

1g höhere Fliehkräfte in Kurve 3

Pirelli rechnet in Barcelona mit einer Rundenzeit, die um mindestens 5 Sekunden unter dem Wert von 2015 liegt. „Das war der von der FIA vorgegebene Vergleichswert“, erklärt Hembery. Vor zwei Jahren lag die Pole Position bei 1.24,681 Minuten. 2016 wurde die schnellste Trainingsrunde bereits um 2,6 Sekunden gedrückt. Damit wird 2017 aller Voraussicht nach die 1.20er Mauer geknackt. Das gelang zuletzt Mark Webber in der Saison 2010.

Mario Isola prophezeit: „Kurve 3 wird für alle voll gehen. Das bedeutet 40 km/h und 1g Querbeschleunigung mehr.“ Für die Reifen offenbar kein Problem: „Die um 25 Prozent größere Auflagefläche kompensiert das. Unser Spielraum ist damit deutlich größer geworden“, gibt sich Paul Hembery zuversichtlich.

In diesem Jahr soll wieder der Fahrer der Faktor sein, der das Limit bestimmt. „Die Autos werden schneller, die Piloten kommen eher an ihre Grenzen, das wird Fehler provozieren und damit Überholmanöver. So soll es sein. Wir bekommen wieder eine echte Fahrer-Weltmeisterschaft“, beruhigt Hembery die Zweifler, die genau das Gegenteil befürchteten. Weil die Autos 20 Zentimeter breiter sind und die Bremswege signifikant schrumpfen.

Abnutzung und Verschleiß nehmen ab

Die Zuschauer müssen sich auch sonst an neue Dinge gewöhnen. Zum Beispiel, dass die Fahrer im Rennen länger am Limit fahren können. Die vorne 6 Zentimeter und hinten 8 Zentimeter breiteren Reifen haben laut Hembery auch bessere Dauerlaufeigenschaften. „Die Oberfläche überhitzt nicht so schnell. Das Temperaturfenster wird größer. Damit nehmen Reifenabnutzung und Verschleiß ab.“

Das hat unmittelbare Auswirkungen auf die Rennstrategie: „Erwarten Sie bei den meisten Rennen nur einen Boxenstopp“, bittet der Pirelli-Sportchef. Werden dadurch die Rennen nicht langweiliger? „Sie werden übersichtlicher und einfacher zu verstehen“, kontert Hembery. Auch die Spreizung der drei Gummimischungen im Angebot wird sich reduzieren. „Ich erwarte einen Zeitunterschied unter einer Sekunde. Im letzten Jahr hatten wir oft einen Abstand von über 1,5 Sekunden.“

Neuester Kommentar

- in einem Sprintrennen im F1-Format sollten die Fahrer von Anfang bis Ende Gas geben. Wenn die Reifen und der Sprit-Verbrauch das wieder erlauben, wäre das wünschenswert. 'Übersichtlichkeit' der Rennen ist besser als dieser DRS-Unsinn.
- Der Druck auf die Fahrer wird endlich wieder größer, das wollen wir doch alle sehen. Die Besten werden immer aus den technischen Möglichkeiten etwas mehr machen als die Computer-Simulationen oder der Teamkollege vorgeben. Dann rücken auch die hoch in die besseren Autos, ob sie Geld mitbringen oder nicht.
- ABER: ein entscheidender Schritt wäre die Abschaffung der asphaltierten Auslaufzonen. Wer's übertreibt, soll in einem Kiesbett steckenbleiben und nicht Diskussionen eines 'Aufsichtspersonals' und Strafen auslösen, die immer ungerecht sind. Fehler gemacht, Rennen vorbei oder Positionen verloren, sofort nachvollziehbar. Punkt.
Perfektes Beispiel: die WRC. Thierry Neuville, irgendwie ein 'schlampiges Genie', hat jetzt zwei Rallyes dominiert und den Sieg zweimal verschusselt... zwei mal hintereinander zu sehr im 'flow', als würden die Wände vor ihm zurückweichen, weil er so schnell ist. Ogier hat bei der Monte gesagt, so könne man nicht fahren, wenn man die Monte gewinnen wolle (am Samstag, VOR Neuvilles Patzer)... und hat den Sieg geerbt.
In Schweden wurde eine WP abgesagt, weil bei der ersten Durchfahrt eine zu hohe Durchschnittsgeschwindigkeit erzielt wurde. Nachvollziehbar und vernünftig. Auch so driften die Fahrer mit 180 auf Schnee zwischen Bäumen. Die müssen sich doch über die Rundstrecken-Diskussionen totlachen, genauso wie die MotoGP-Piloten über die Halo-Diskussion.
Dass Motorsport zu gefährlich sei, ist kompletter Unsinn ! Beim Bergsteigen, Paragliding, beim Segeln stürzen mehr Menschen ab oder verschwinden auf nimmer wiedersehen in irgendeinem Meer... die ernsthaften Verletzungen sind beim Skifahren, im Handball, sogar im cheer leading häufiger.
Das sind doch angeblich die Besten der Welt ! Macht die Autos zu schnellen Biestern, die nur wenige perfekt kontrollieren können, aber schafft einen Parcour, der im Rahmen des Sports sicher ist, aber den Unterschied klar macht. z.B. die lange Links, Turn 10, die Pouhon in Spa-Francorchamps war früher ein Grab der Autos und Eitelkeiten, mit Glück und roten Ohren sind manche ganz ganz außen herumgeschlichen und haben sich die Kühler voll Kies geladen, um weiter unter wieder auf die Strecke zurückzukehren. So soll es sein.

TomiokaEisen 15. Februar 2017, 18:16 Uhr
Neues Heft
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden