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Pirelli-Sportchef Paul Hembery

Reifenschonen hat einigen geschadet

Paul Hembery und Jenson Button Foto: xpb 21 Bilder

Pirelli-Sportchef Paul Hembery zeigte sich nach dem Rennen zufrieden. Die Anzahl der Boxenstopps war zwar immer noch etwas zu hoch, aber der neue harte Reifen habe sich bewährt. Für Monaco konnte der Engländer noch keine Prognose abgeben.

22.05.2011 Tobias Grüner
Wie hat sich der neue harte Reifen bewährt?

Hembery: Der war fantastisch. Es gab null Abnutzung. Man konnte zehn bis 15 Runden länger als auf dem alten harten Reifen fahren. Natürlich muss man ihn zum Arbeiten bringen. Am Ende des Rennens haben wir zwei Piloten gesehen, die 20 Runden lang mit denselben Reifen gegeneinander gekämpft haben. Und die schnellsten Runden wurden auch am Rennende auf der harten Mischung gesetzt.

Die beiden Spitzenreiter haben jeweils vier Mal gestoppt. War das so gewollt?

Hembery: Nein, das wollten wir eigentlich nicht. Eigentlich hatten wir auf eine Dreistopp-Strategie hingearbeitet. Aber man muss sich auch mal den Vorteil der Spitzenreiter gegenüber den anderen Teams anschauen. Sie können sich das leisten. Die haben das ganze Feld überrundet. Da ist es für uns schwer, eine Reifenstrategie zu entwickeln, die alles abdeckt. Wir könnten höchstens die Lücke zwischen den beiden Mischungen verkleinern.

Ist das schon in Planung?

Hembery: Wir könnten zukünftig zum Beispiel den medium und den harten Reifen unter solchen Bedingungen einsetzen. Diese Möglichkeit haben wir und wir werden das analysieren. Wir haben diese Strecke sehr genau von den Wintertests gekannt. Einige haben mir gesagt, die Reifen halten nur vier Runden und nun hatten wir welche, die 30 Runden schafften.

Aber nicht der weiche Reifen.

Hembery: Auf dem lag das Maximum immerhin bei 20 Runden. Das zeigt auch, wie gut die Teams an den Autos gearbeitet haben. Das hat aber einigen auch geschadet. Wenn man die Reifen so stark wie möglich schonen will, bringt man den harten Reifen nicht zum Arbeiten.

Was ging Ihnen durch den Kopf, als Vettel schon zur Rennhalbzeit zum dritten Mal an die Box abbog?

Hembery: Das war nicht so schlimm. Sie konnten ja nicht so in dem Rhythmus weitermachen. Dann wären die Reifen ausgegangen. Es war ziemlich klar, was sie vorhatten.

Was sagen Sie zu der Aufholjagd von Nick Heidfeld?

Hembery: Er ist mit einer komplett anderen Strategie gefahren. Er hat sich die weichen Reifen bis zum Schluss aufgehoben und hat mit einer geringeren Spritmenge viele Überholmanöver gezeigt. Wir waren etwas überrascht, dass diesem Vorbild nicht mehr Teams folgen. Auch schon Mark Webber hat in China gezeigt, dass es eine gute Taktik ist, wenn man von hinten startet. Vielleicht sind in Zukunft ein paar mehr Leute abenteuerlustiger und probieren das aus.

Ist der Vorteil von ganz frischen Reifen nicht etwas zu groß?

Hembery: Das glaube ich nicht. Ich denke, es hat mehr etwas damit zu tun, dass man am Ende mit wenig Sprit und weichen Reifen die schnellsten Zeiten fahren kann.

Was erwarten Sie von Monaco nächstes Wochenende? Wieder vier Stopps?

Hembery: Es hängt viel davon ab, wie gut sich der Supersoft-Reifen unter den besonderen Bedingungen schlägt. Wir haben ihn im Winter nur auf normalen Rennstrecken getestet. Da war er für das Rennen nicht besonders gut geeignet, da er nur fünf Runden hält. Aber die Autos haben sich weiterentwickelt. Und es geht jetzt auf einen Straßenkurs. Wenn er zehn Runden hält, könnten die Teams wieder einen ähnlichen Ansatz wählen wie hier.

Haben Sie Sorgen wegen den Gummischnippseln?

Hembery: Nein, eigentlich nicht. Ich wüsste nicht warum.

Jenson Button rechnet an den Leitplanken mit ganzen Hügeln aus Reifenabtrieb.

Hembery: Das glaube ich nicht. Da haben wir keine Sorgen. Kein bisschen.

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