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Pirelli-Statistik zur Formel 1-Saison 2015

Weniger Überholmanöver als 2014

Max Verstappen - Toro Rosso - Formel 1 - GP Singapur - 20. September 2015 Foto: Red Bull 11 Bilder

Pirelli hat über die Formel 1-Saison 2015 Buch geführt. Die Statistiken verraten, dass in der abgelaufenen Saison deutlich weniger überholt wurde als noch im Vorjahr. Überholkönige waren die beiden Toro-Rosso-Youngster.

15.12.2015 Andreas Haupt

Als Toro Rosso mit Max Verstappen und Carlos Sainz seine beiden Fahrer für das Formel 1-Jahr 2015 nominierte, waren die Kritiker schnell auf den Plan gerufen. Der eine gerade einmal 17 und noch ohne Autoführerschein, der andere erst 20. Zusammen genommen brachten es die Piloten vor Saisonstart auf 37 Jahre.

So rasch die Kritik aufkam, so schnell war sie auch wieder verfolgen. Sowohl Verstappen als auch Sainz überzeugten mit ihrem Fahrstil, ihrer geringen Fehlerquote und ihrer Kaltschnäuzigkeit in Zweikämpfen. Eine weitere Statistik untermauert das starke Debüt-Jahr der Toro Rosso-Fahrer.

20 Prozent weniger Überholmanöver

Pirelli hat über die Saison hinweg 2015 genau gezählt. Demnach sind Verstappen und Sainz die Überholkönige der Formel 1. Der Niederländer vollzog laut Pirelli insgesamt 49 Manöver auf der Strecke, der Spanier quetschte sich 45 Mal an einem Konkurrenten vorbei. Die meisten Überholmanöver in einem Rennen zeigte Sebastian Vettel beim GP Kanada, als er von Platz 18 auf Rang fünf stürmte. Pirelli zählte 13 Stück. Am seltensten mussten Lewis Hamilton und Nico Rosberg (je 3 Mal) einen Konkurrenten ziehen lassen. Wenn wundert es bei der Mercedes-Dominanz.

Laut den Statistiken des Reifenherstellers gab es über die Saison hinweg 509 gelungene Überholversuche. Das sind durchschnittlich 26,8 pro Rennen. 2014 waren es noch insgesamt 636 Überholmanöver und 33 pro Rennen. Demnach fiel die Überholquote um 20 Prozent.

Wichtig zur Einordnung: Pirelli schließt in seiner Statistik die erste Runde aus. Man verbucht also nur Überholmanöver in fliegenden Runden. Und man erachtet einen Positionstausch im Zweikampf nur dann als gültig, wenn sich der Pilot bis zum Zielstrich des jeweiligen Umlaufs vorne gehalten hat. Direkte Konter sind nicht aufgelistet. Auch technisch bedingte Überholmanöver, wenn ein Konkurrent zum Beispiel Antriebsprobleme hat, sind ausgeschlossen.

Alonso der Beste am Start

Für den Start hat Pirelli trotzdem eine nette Zahl. Fernando Alonso ist dort mit 28 Überholmanövern der Beste. Vermutlich auch deshalb, weil er fast immer von weit hinten ins Rennen ging. Seine durchschnittliche Startposition 2015: 15,67.

Das Trockenrennen mit den meisten Überholmanövern war laut Pirelli der GP Malaysia 2015. Hier verbuchte der Reifenlieferant der Formel 1 60 Positionswechsel. Am wenigsten (11) wurde in Australien und Singapur überholt. Was einerseits daran liegen mag, dass beim Saisonauftakt nur 15 Autos am Start standen und der Stadtkurs in Asien das Überholen besonders erschwert.

Die Zahl der Boxenstopps ist laut Pirelli ebenfalls rückläufig: 817 im Jahr 2014 stehen 2015 nur noch 706 entgegen. Was in einem Schnitt von 37,1 Stopps pro Rennen resultiert. Das Rennen mit den meisten Boxenbesuchen: der GP Ungarn mit 60. Das mit den wenigsten: der GP Australien mit 17.

In der abgelaufenen Saison karrte Pirelli insgesamt 35.964 Reifen an die Rennstrecken dieser Welt (2014: 38.168). 29.856 davon für die 19 GP-Wochenenden, 6.108 für die Testtermine. Tatsächlich benutzten die zehn Teams an den Rennwochenenden 17.580 Gummis.

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