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Pirelli-Reifentest in Abu Dhabi

Sayonara Bridgestone - Benvenuto Pirelli

Pirelli Reifen Formel 1 Foto: Pirelli 17 Bilder

Am Freitag (19.11.) wird die Formel 1 nach 19 Jahren erstmals wieder Pirelli-Reifen aufziehen lassen. Beim Test in Abu Dhabi können Piloten die Gummis kennenlernen und letzte Änderungswünsche abgeben. Pirelli ist mit einem Großaufgebot in der Wüste.

18.11.2010 Tobias Grüner

Mit dem letzten Juniortest in Abu Dhabi ging am Mittwoch (18.11.) die Ära Bridgestone in der Formel 1 endgültig zu Ende. Der Übergang zum künftigen Reifenversorger ist allerdings fließend. An gleicher Stelle finden ab Freitag die ersten Tests mit dem neuen Pirelli-Gummi statt.

Der italienische Hersteller kündigte an, Reifen in zwei verschiedenen Mischungen - mittel und weich - anzubieten, die wie bei Bridgestone mit einem Farbstreifen auf der Reifenwand äußerlich unterschieden werden können. Insgesamt hat jedes der zwölf Teams acht Sätze für den zweitägigen Test zur freien Verfügung. 384 Reifen mussten die Italiener somit an den Golf transportieren.

7.000 Testkilometer auf neuen Pirelli-Reifen

Vor dem Abu Dhabi-Test mit den Teams hat Pirelli bereits acht eigene Testsessions mit Nick Heidfeld, Pedro de la Rosa und Romain Grosjean am Steuer eines 2009er Toyotas durchgeführt, um sich auf den Einsatz vorzubereiten. Auf den rund 7.000 Testkilometern wurden die neuen F1-Pneus bei verschiedenen Wetter-Bedingungen und auf unterschiedlichen Strecken auf Herz und Nieren geprüft.

Dabei wurden vier verschiedene Mischungen an Slicks sowie ein Intermediate und ein Regenreifen entwickelt. "Die Tests in Europa haben uns die nötigen Daten beschafft, die wir in der jetzigen Entwicklungsphase brauchen", erklärte Pirelli-Sportchef Paul Hembery zufrieden. "Ab Freitag werden uns die Fahrer und Ingenieure der Teams ihre Meinung und ihr Feedback geben, die wichtig für die zweite Testphase sind. Auf diese Herausforderung sind wir vorbereitet."

Pirelli-Daten werden mit den Teams diskutiert

Unterstützt werden die Teams von jeweils einem festen Pirelli-Reifeningenieur. Die Daten werden an jedem Abend zusammen mit den Teams in einem großen Meeting verglichen und diskutiert. Insgesamt ist der neue Gummi-Lieferant mit 30 Leuten an der Strecke. Falls die Teams noch dringende Änderungswünsche haben, kann das Mailänder Unternehmen noch reagieren.

Anfang Dezember wird dann der letzte Pirelli-Reifentest in Bahrain durchgeführt. Dann wieder von einem hauseigenen Testfahrer mit den Toyota TF109. Über den Winter rollt dann die große Produktion in der Fabrik in der Türkei an. 2011 werden insgesamt rund 50.000 Reifen für die Formel 1-Saison benötigt.

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