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Pirelli-Testbilanz

Neue Reifen halten länger

Felipe Massa - F1-Test - Barcelona 2012 Foto: Pirelli 29 Bilder

Nach fast 50.000 Testkilometern zieht Pirelli-Sportchef Paul Hembery Bilanz. Die vier Reifentypen liegen näher zusammen. Man kann mit ihnen länger fahren als 2011, aber man muss immer noch den Schlüssel finden, wie man die Gummis richtig behandelt.

07.03.2012 Michael Schmidt

Pirelli hat genug Daten. Die Teams haben fast 50.000 Kilometer abgespult. Insgesamt kamen 3.848 Reifen zum Einsatz. Beim letzten Test in Barcelona wurden dank eines kurzen Regenschauers alle sechs Reifentypen gefahren: 22 Satz supersoft, 100 Satz soft, 111 Satz medium, 58 Satz hart, sechs Satz Intermediates, vier Satz Regenreifen. Die Asphalttemperaturen bewegten sich zwischen sieben und 30 Grad.

Für Reifenchef Paul Hembery hat sich der Eindruck der ersten Barcelona-Testwoche bestätigt: "Die Abstände zwischen den Reifenmischungen sind geschrumpft. Zwischen hart und medium liegen sechs, zwischen medium und soft vier Zehntel." Bei den extraweichen Gummis kommt es ganz darauf an, wie der Fahrer die erste Runde vorbereitet. Wer die Runde zu aggressiv anging, bezahlte in den letzten Kurven mit Gripverlust. Manche waren auf den Supersoft-Reifen nicht schneller als auf der nächsthärteren Mischung. Andere gewannen 0,4 Sekunden.

Soft-Reifen hält etwas zu gut

Die Haltbarkeit der Reifen wurde gesteigert. "Zwischen 22 und 28 Runden, je nach Reifentyp", resümiert Hembery. Testsieger in Barcelona war der harte Reifen mit 27 Runden am Stück. Auf dem Supersoft-Kleber fuhr keiner länger als sieben Runden in Folge. "Aber dieser Reifen ist auch nicht für eine Strecke wie Barcelona konzipiert." Aus diesen Erfahrungen schließt Hembery, dass der Grand Prix von Spanien ein Zwei- bis Dreistopprennen wird, also im Schnitt ein Reifenwechsel weniger als letztes Jahr.

Kleine Kritik: "Der weiche Reifen hat nach unserem Geschmack eine Spur zu wenig stark abgebaut. Aber warten wir ab, wie er sich bei 50 Grad Asphalttemperatur in Malaysia verhalten wird. Außerdem befinden sich die Autos noch im Entwicklungsstadium. Sie werden im Verlauf der Saison mehr Abtrieb bekommen. Wenn wir die Show anheizen müssen, können wir jederzeit den Supersoft-Reifen bringen."

Weniger Pirelli-Schnipsel auf der Strecke

Hembery hat auch beobachtet, dass viel weniger Gummifetzen abseits der Ideallinie liegen. "Das sollte das Überholen erleichtern." Die vergrößerte Auflagefläche des Hinterreifens wird auf einigen Strecken die Balance verschieben. "Wir werden dieses Jahr mehr Strecken sehen, wo der Vorderreifen die kritische Größe ist. Wir konnten aber schon erkennen, dass die Fahrer und Teams unsere Reifen viel besser verstehen als noch im Vorjahr. Sie haben ihre Erfahrungen gesammelt, die Autos optimal abzustimmen."

Noch ein positiver Punkt. Es gibt keinerlei Probleme mehr, den Reifen schnell in das Temperaturfenster zu bekommen. "Letztes haben das bei den härteren Mischungen nur die beiden Red Bull-Fahrer und Hamilton gekonnt."

Der Fahrer kann weiter den Unterschied ausmachen, glaubt Hembery: "Mir haben verschiedene Piloten erzählt, dass es immer noch schwierig sei, herauszufinden, wann man aggressiv oder defensiv fahren muss. Die Dauerläufe haben es gezeigt. Je nach Abnutzungsgrad des Reifens sind unterschiedliche Taktiken gefragt. So kann es im Rennen weiterhin zu Überraschungen kommen."

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