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Pirelli reagiert auf Kritik

Härterer Reifen im Silverstone-Test

Mark Webber GP China 2012 Foto: Pirelli 29 Bilder

Pirelli kann die Diskussionen um die Reifen nach wie vor nicht nachvollziehen. Trotzdem will der italienische Gummi-Lieferant in Silverstone eine neue Mischung testen lassen, die etwas länger hält als bisher.

30.05.2012 Tobias Grüner

Pirelli ist in der Zwickmühle. Auf der einen Seite haben die Italiener den Auftrag Reifen zu bauen, die für spannende Rennen und viel Action sorgen. Auf der anderen Seite müssen sie auch die Kritik von Fahrern, Teams und Fans ernst nehmen, die sich über zu viel Lotterie beklagen.

Pirelli Formel 1 Reifen 2012 1:58 Min.

Der sechste unterschiedliche Sieger im sechsten Rennen scheint die Kritiker zu bestärken. "Wir finden es natürlich gut, wenn über uns gesprochen wird", erklärt Pirelli-Sportchef Paul Hembery. "Wir wollen aber nicht im Mittelpunkt der Diskussionen stehen. Wir wollen ein Teil davon sein."

Rennen zum Saisonende wieder langweilig?

Hembery ist sich sicher, dass die Teams wie im Vorjahr immer besser mit den Reifen umgehen werden. "Die Diskussionen werden sich bald abschwächen. Und am Ende beklagen sich dann wieder alle, dass die Rennen zu langweilig sind."

Nach Ansicht des Engländers sind auch nicht die Reifen alleine schuld an der aktuellen Entwicklung. Auch die Regeländerungen, wie zum Beispiel der Wegfall des angeblasenen Diffusors, hätten zu der aktuellen Entwicklung beigetragen.

Wir sehen bei den Autos in diesem Jahr eine deutlich größere Tendenz zum Übersteuern. Und wenn man rutscht, dann kann man leicht die Reifen überhitzen. Das war letztes Jahr noch nicht so ein großes Problem, da die Autos quasi auf den Asphalt geklebt waren und es vor allem im Heck kaum Bewegung gab."

Formel 1-Teams verstehen die Reifen

Außerdem wehrt sich der Pirelli-Reifenpapst gegen den Vorwurf, dass seine Gummis unberechenbar seien. "Die Reifen sind kein Geheimnis. Ich würde sagen, dass alle Teams die Reifen mittlerweile kapiert haben. Was sie allerdings noch nicht verstehen ist, wie sich die Reifen im Zusammenspiel mit dem Auto und den Bedingungen verhalten."

Nach dem eher langweiligen Monaco-Rennen fühlte sich Hembery bestätigt: "Da sieht man mal was passiert, wenn die Reifen ewig halten." Fast alle Piloten hatten eine Einstopp-Strategie gewählt. Platzverschiebungen durch erhöhten Reifenverschleiß gab es kaum.

Obwohl Pirelli auch in Zukunft Reifen bauen will, die durch Abnutzung zum Spektakel beitragen, hat man nun auf die Kritik der vergangenen Wochen reagiert. Wie Hembery nach dem Rennen von Monaco verriet, will man schon im Freien Training zum GP England (8.7.) einen neuen Reifen der harten Mischung testen, der etwas länger halten soll.

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