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Pirelli über 2014

Reifenlieferant warnt vor neuen Problemen

Pirelli Reifen GP Korea 2013 Foto: Pirelli 14 Bilder

Pirelli erwartet 2014 ein schwieriges Jahr aus Reifensicht. Die Daten über die neuen Motoren sind so unterschiedlich, dass der Gummilieferant bei der Reifenentwicklung im Dunklen stochert. Sportchef Paul Hembery warnt vor Problemen.

05.10.2013 Tobias Grüner

Die Saison 2013 ist noch längst nicht beendet, doch bei Pirelli denkt man bereits nur noch über das Jahr 2014 nach. Die Motorenhersteller hatten dem Mailänder Reifenlieferanten vor der Sommerpause Daten über den neuen Antrieb und die zu erwarteten Leistungswerte geschickt. Daran musste sich Pirelli orientieren.

Viel anfangen konnte Pirelli damit aber offenbar nicht. "Wir wissen immer noch nicht genau, was wir von den neuen Autos erwarten können. Wenn man sich die Daten anschaut, dann sind die teilweise weit voneinander entfernt. Wir erwarten große Unterschiede. Wegen der Paranoia in der Formel 1 bekommen wir aber nie die richtigen Daten."

Dass die FIA jetzt einen geplanten Reifentest mit McLaren in Austin abgesagt hat, hilft auch nicht weiter. Pirelli vermisst die Unterstützung der Teams. "Die Situation ist nicht ideal, um es mal vorsichtig auszudrücken."

Pirelli 2014 in der Zwickmühle

Pirelli wird bei den neuen Gummis auf jeden Fall etwas konservativer vorgehen. Doch einfach härtere Reifen bauen funktioniert auch nicht. "Das größte Problem ist das Durchdrehen der Räder. Wenn wir mit den Mischungen konservativer vorgehen wollen, dann bedeutet das auf der anderen Seite weniger Grip - also mehr durchdrehende Räder und überhitzende Reifen. Da müssen wir eine gute Mischung finden. Das ist nicht so einfach, das richtig hinzubekommen."

Hembery kündigte zudem an, dass sich die Konstruktion der Reifen etwas ändern wird. Auch die Form wird modifiziert. Die Teams haben bereits erste Informationen zu den Spezifikationen bekommen. In der Woche nach dem GP Korea werden auch die ersten Windkanalreifen ausgeliefert. In Sachen Mischungen bleibt es bei 4 unterschiedlichen Härtegraden.
 
"Dazu gibt es die Option, verschiedene Mischungen auf Hinter- und Vorderachse zu verwenden. Wir versuchen aber es so hinzubekommen, dass diese Option nicht nötig ist", erklärte der Reifenpapst. Eine weitere Änderung betrifft die Anzahl der Reifen pro Wochenende. Ab 2014 bekommen die Teams für die ersten 30 Minuten des ersten Trainings einen zusätzlichen Satz. "Damit wollen wir für mehr Fahrbetrieb sorgen."

Pirelli bleibt noch 5 Jahre Alleinausrüster

Pirelli bestätigte am Rande des Rennens in Korea zudem noch einmal, dass man davon ausgeht, für die nächsten 5 Jahre der einzige Reifenlieferant der Formel 1 zu sein. Allerdings fehlt nach wie vor ein unterschriebener Vertrag und die offizielle Bestätigung der FIA und den Formel 1-Vermarktern.

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