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Pirelli verlangt Kontrollen

Falscher Reifendruck muss korrigiert werden

Mercedes - Formel 1 - GP Singapur - 18. September 2015 Foto: ams 23 Bilder

Pirelli und die FIA haben sich über die Kontrollen des Reifendrucks in der Startaufstellung geeinigt. Die FIA-Kommissare werden nach dem Fünfminuten-Signal Stichproben entnehmen. Ein eventueller Fehlstand muss sofort korrigiert werden.

18.09.2015 Michael Schmidt

Lewis Hamilton musste in Monza 148 Minuten lang um seinen siebten Saisonsieg zittern. Ein FIA-Kommissar hatte in der Startaufstellung einen Reifendruck gemessen, der um 0,3 PSI unter dem geforderten Mindestwert lag. 3 Minuten vorher waren die Drücke am Mercedes noch im grünen Bereich. Um sich die Wiederholung eines solchen Nachspiels zu ersparen, haben sich die FIA und Pirelli auf eine einheitliche Messprozedur geeinigt.

Den Teams wurde am Freitagvormittag eine entsprechende Anweisung unter dem Kürzel TD/028-15 verschickt. Demnach müssen sie sich in der Startaufstellung nach dem Fünfminuten-Signal auf Kontrollen gefasst machen. Verwendet werden nur von Pirelli geeichte und von der FIA versiegelte Geräte.

Da die Reifen 3 Minuten vor dem Start in einem rennbereiten Zustand sein müssen, sind Stichproben danach eigentlich nicht mehr möglich. Es dreht sich also alles um ein Zweiminuten-Fenster. Die FIA behält sich vor, auch nur einen der vier Reifen zu checken.

Wer lässt es drauf ankommen?

Sollte der Startdruck dabei unter 18 PSI vorne und 17 PSI hinten liegen, erhält der Teilnehmer die Möglichkeit, das sofort zu korrigieren. Danach dürfen keinerlei Eingriffe am Auto mehr vorgenommen werden.

Weigert sich das Team der Aufforderung Folge zu leisten, wird der FIA-Delegierte den Sportkommissaren Rapport erstatten. Das erfüllt den Tatbestand eines "Autos im unsicheren Zustand", was den Kommissaren die Möglichkeit gibt, den Fahrer zu disqualifizieren.

Die Reifenkontrollen stoßen nicht nur auf Gegenliebe. Die Teams müssen die Reifen jetzt bis zur letzten Minute in ihren Heizdecken an der Stromquelle lassen. Sonst besteht die Gefahr, dass der Druck sinkt, weil bei einem aufgesetzten Rad die Wärme über die Radträger abstrahlt.

Force India-Teammanager Andy Stevenson befürchtet: "Das lädt dazu ein, absichtlich unter den Mindestwerten zu bleiben. Wirst du nicht kontrolliert, ist es gut. Andernfalls kann der Druck immer noch ohne Strafe korrigiert werden."

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