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Pirelli verschärft Reifengrenzwerte

Höhere Startdrücke Pflicht

Pirelli - GP Belgien 2015 Foto: xpb 21 Bilder

Die Entscheidung, ob Pirelli in Monza ein maximales Rundenlimit fordert, fällt am Mittwochabend (2.9.). Sicher ist aber schon, dass der italienische Reifenhersteller die Grenzwerte für den Radsturz und die Startdrücke verschärfen wird. Zum Teil drastisch.

02.09.2015 Michael Schmidt

Pirelli hat für den Donnerstag (3.9.) Aufklärung angekündigt. Dann wollen die Reifenexperten des Konzerns Stellung zu den Reifenplatzern von Spa nehmen. Der Reifenschaden von Sebastian Vettel in der 42. Runde des GP Belgien war bis zuletzt ein Rätsel geblieben. Die Erklärungsversuche reichten von einem Schnitt im Reifen, über zu hohen Verschleiß und Kontakt mit der Bodenplatte bis hin zu Ermüdungsbrüchen der Konstruktion.

Bevor Pirelli mit seiner Analyse an die Öffentlichkeit geht, wollte Vorstandschef Marco Tronchetti Provera noch mit FIA-Präsident Jean Todt Rücksprache halten. Bei diesem Gespräch soll es dann auch darum gehen, ob Pirelli aus Sicherheitsgründen auf einer maximalen Laufzeit für die beiden Reifentypen besteht. Bislang händigte Pirelli den Teams lediglich Richtlinien aus.

Ein halbes Grad runter beim Radsturz

Besagte Richtlinie sollte für die Hochgeschwindigkeitsbahn von Monza bei 46 Runden für die Mischung "medium" und 29 Runden für den Reifentyp "soft" liegen. Zwei Grenzwerte, die sich im Verlauf des Wochenende noch ändern könnten. Monza ist traditionell ein Einstopprennen. Die Reifen müssen deshalb relativ lange halten. Lewis Hamilton kam bei seinem Vorjahressieg in der 25. Runde an die Box. Die Restdistanz betrug damit 28 Runden. Doch 2014 brachte Pirelli noch die Mischungen "hart" und "medium" an den Start.

Bei den anderen Grenzwerten kennt Pirelli kein Pardon. Da geht die italienische Reifenfirma auf Nummer sicher. Die Grenzwerte für die Radstürze wurden um jeweils ein halbes Grad reduziert. Von 3,5 auf 3,0 Grad vorne und von 2,5 auf 2,0 Grad hinten. Noch konservativer ist Pirelli bei den Reifendrücken im Stand. Sie wurden von jeweils 18 PSI vorne wie hinten auf 23 PSI vorne und 22 PSI hinten angehoben. Das soll verhindern, dass die Reifenflanken zu stark arbeiten. Es entlastet die Schultern und belastet die Lauffläche. Sie wird sich in der Mitte stärker aufheizen.

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