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Formel 1-Reglement

Pirelli wird ab 2011 Reifenausrüster in der F1

Pirelli Reifen Foto: xpb 19 Bilder

Pirelli wird die Formel 1 ab 2011 mit Reifen ausrüsten. Diese Frage hat die FIA beim World Motorsport Council in Genf am Mittwoch (23.6.) endlich geklärt.  Daneben präzisierte die FIA weitere Regeln und Technikdetails.

23.06.2010 Bianca Leppert

Was lange währt, wird endlich gut. Nicht nur die Teams haben ewig auf eine Entscheidung in Sachen Reifenausrüster für die Saison 2011 gewartet. Nun herrscht Gewissheit: Pirelli wird in Zukunft die Reifen für die Formel 1 als alleiniger Reifenlieferant stellen. Damit ist Michelin endgültig aus dem Rennen. Die Franzosen hatten unter anderem einen zweiten Wettbewerber gefordert.

Safety Car-Regel wurde genauer formuliert

Neben der Entscheidung in der Reifenfrage standen beim World Motorsport Council vor dem GP Europa aber auch noch weitere Punkte auf der Agenda. Zum Beispiel das Safety Car-Schlamassel beim GP Monaco. Nach dem Rennen war zunächst unklar, ob Michael Schumacher Fernando Alonso hätte überholen dürfen oder nicht. Letztlich entschied die FIA, dass es ein Regelverstoß war. Um solche unklaren Situationen bei der Formel 1 in Zukunft zu vermeiden, wurde nun wie angekündigt die Safety Car-Regelung präzisiert.
 
In der offiziellen Mitteilung heißt es: "Mit sofortiger Wirkung darf ein Auto erst dann überholen wenn es die erste Safety Car Linie einmal überfahren hat, wenn das Safety Car in die Box fährt. Wenn das Safety Car am Anfang der letzten Runde oder in der letzten Runde eingesetzt wird, fährt es am Ende der Runde in die Boxengasse und die Autos bekommen die schwarzweiß karierte Flagge geschwenkt ohne zu überholen."

Der Fall Hamilton beim GP Kanada wird sich nicht wiederholen

Auch auf den Fall Hamilton in Kanada reagiert die FIA. Der McLaren-Pilot blieb nach der letzten Qualifyingrunde freiwillig auf der Strecke stehen, weil er noch genügend Sprit für die Benzinkontrolle im Tank lassen wollte. Das ist verboten. Außerdem hätte es der Brite nie geschafft in der vorgegebenen Mindestzeit von 120 Prozent der durchschnittlichen Rundenzeit im dritten Freien Training an die Box zurückzukommen. In Zukunft wird vom Renndirektor nun eine Zeit vorgegeben, in der die Autos die Strecke von der ersten Safety Car Linie nach dem Boxenausgang bis zur Safety Car Linie vor der Boxeneinfahrt absolvieren müssen. Damit soll Kollisionen vorgebeugt werden. Außerdem muss der Formel 1-Bolide in Zukunft aus eigener Kraft zur Box rollen, damit eine gültige Benzinprobe genommen werden kann.
 
Auf langsame Autos bezieht sich auch die Entscheidung, dass ab 2011 wieder eine 107 Prozent-Regel gilt. Alle Fahrer, deren Qualifying-Zeit nicht im Rahmen von 107 Prozent der schnellsten Qualifying-Zeit liegt, dürfen nicht am Rennen teilnehmen.

Technische Überholhilfe ab 2011 im Einsatz

Daneben wird es in der Formel 1 ab 2011 wie von auto-motor-und-sport.de schon angekündigt, verstellbare Teile als Überholhilfe geben. Der Heckflügel darf nur vor dem Start und während des Rennens nur zum Überholen nach zwei absolvierten Runden aktiviert werden. Mittels eines elektronischen Signals wird der Fahrer darüber informiert, dass die Nutzung erlaubt ist. Dieses Signal wird nur dann gezeigt, wenn der Fahrer weniger als eine Sekunde an einem der vorbestimmten Positionen auf der Strecke liegt. Das System wird nach dem ersten Bremsen nach der Aktivierung wieder abgestellt. Die FIA behält sich aber noch vor die Zeitvorgabe anzupassen.
 
Der F-Schacht ist ab 2011 verboten, das Mindestgewicht wird wie angekündigt auf 640 Kilogramm angehoben.

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