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Pirelli zieht Saison-Bilanz

31.800 Reifen für 20 Rennen

Pirelli-Reifen - Formel 1 - GP Brasilien - Sao Paulo - 24. November 2012 Foto: xpb 29 Bilder

Pirelli hat die zweite Saison seines Dreijahresvertrages mit der Formel 1 hinter sich gebracht. Die italienischen Reifen wurden nicht von allen Fahrern geliebt, aber sie haben die Rennen spannend gemacht. Jetzt zieht Pirelli Bilanz und liefert interessante Zahlen zur längsten Formel 1-Saison aller Zeiten.

05.12.2012 Michael Schmidt

Pirelli musste 2012 Kritik und Lob einstecken. Kritik von einigen Fahrern, die Mühe hatten das Arbeitsfenster zu finden und dort drinzubleiben. Und die sich beklagten, dass die Reifen nach drei Runden am Limit einbrechen. Lob von Bernie Ecclestone und den meisten Teamchefs, weil die Unbekannte Reifen viele Rennen spannender gemacht hat, als sie normalerweise gewesen wären. Und von Spannung lebt dieses Geschäft.

Reifentyp "soft" am beliebtesten

Mit 20 Rennen war die 63. Formel 1-Saison der Geschichte die längste aller Zeiten. Hätte ein Fahrer alle Runden abgespult, wären 6.085 Kilometer dabei herausgekommen. Kimi Räikkönen hätte es fast geschafft. Im fehlten am Ende nur 4.309 Meter. Doch was ist diese Zahl schon gegen den Gesamtwert aller Kilometer, die 2012 bei den Rennen, Trainingssitzungen und Testfahrten abgespult wurden? Peanuts, würden Banker sagen. 390.495 Kilometer kommen dabei zusammen hat Pirelli ausgerechnet. Der am häufigsten benutzte Reifentyp war die Gummimischung "soft". Er kam auf 123.270 Kilometer. Auf den Extremwetterreifen wurde nur 7.930 Kilometer lang gefahren.

Pirelli hat für die 20 Grand Prix 31.800 Reifen bereitgestellt. Davon entfallen 22.500 auf Trockenmischungen. Zum Einsatz kamen am Ende nur 21.400 der Gummisohlen. Der Rest ging wieder zurück ins Lager und wurde recycelt. Bei den Testfahrten kamen noch einmal 6.600 Reifen zum Einsatz. Die Reifenmarke "soft" stellte mit 25 Prozent den größten Anteil in dieser Saison, gefolgt von "medium" mit 21 Prozent, "Intermediate" mit 18 Prozent, "hart" mir 17 Prozent, "Regen" mit elf Prozent und "supersoft" mit nur sechs Prozent. Ein Trockenreifen hielt durchschnittlich 180, ein Regenreifen 140 Kilometer.

Die größte Belastung für die Pirelli-Reifen wurde in den Kurven 10 und 11 auf dem Buddh International Circuit in Indien gemessen. Das ist diese nicht enden wollende Rechtskurve im zweiten Streckensektor. Nie war der Asphalt kälter als im dritten Training zum GP USA. Nur elf Grad wurden auf dem Streckenbelag gemessen. Die höchsten Temperaturen wurden nur sechs Tage später erfasst. Beim zweiten Training zum GP Brasilien glühte der Asphalt mit 55 Grad. Der größte Topspeed wurde in Monza erzielt. Kimi Räikkönen mit 346 km/h. Kamui Kobayashi drehte die meisten Runden auf dem harten Reifen. Insgesamt 798. Bruno Senna war mit 869 Runden der König des "medium"-Reifens. Daniel Ricciardo spulte 1.012 Runden auf dem Pirelli "soft" ab, Kimi Räikkönen 237 Runden auf der weichsten Gummimischung "supersoft". Fernando Alonso fühlte sich mit 145 Runden auf dem Intermediate besonders wohl, und Kamui Kobayashi war es wieder vorbehalten, den Rekord auf Extremwetterreifen aufzustellen. Der Japaner war damit 104 Runden unterwegs.

Noch mehr Zahlen zu Pirelli-Bilanz

Bereitgestellte Reifen für GP-Wochenende: 31.800 (davon 22.500 Trockenreifen, 9.300 Regenreifen)
Bereitgestellte Reifen für Testfahrten: 6.600
Benutzte Reifen: 21.400 (trocken), 2.100 (Regen)
Durchschnittliche Lebensdauer: 180 km (Trockenreifen), 140 km (Regenreifen)
Höchste Durchschnittsgeschwindigkeit: 248,241 km/h (Lewis Hamilton, Monza)
Niedrigste Durchschnittsgeschwindigkeit: 161,828 km/h (Michael Schumacher, Monte Carlo)
Meiste schnellste Rennrunden: 5 (Sebastian Vettel)
Anzahl Kilometer auf Pirelli-Reifen: 390.495 km (Rennen, Training und Test)
Kälteste Asphalttemperatur: 11 Grad (3.Training GP USA)
Höchste Asphalttemperatur: 55 Grad (2.Training GP Brasilien)
Kälteste Umgebungstemperatur: 4 Grad (3.Training GP USA)
Höchste Umgebungstemperatur: 37 Grad (2.Training GP Europa)
Transportkilometer Reifen: 216.967 km
Pirelli-Mitarbeiter pro Grand Prix: 52
GP-Starts für Pirelli seit 1950: 242
GP-Siege für Pirelli seit 1950: 83

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