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Räikkönen Fünfter, Vettel Neunter

Pleite für Ferrari in England

Sebastian Vettel - Ferrari - GP England 2016 - Silverstone Foto: xpb

Ferrari kam in Silverstone einfach nicht in Schwung. Weder im Qualifying noch im Rennen. Weder im Nassen noch im Trockenen. Kimi Räikkönen erreichte das Ziel auf dem fünften Rang, Sebastian Vettel als Neunter. Zudem hagelte es für den Heppenheimer eine Strafe.

10.07.2016 Andreas Haupt

Silverstone war kein gutes Pflaster für Ferrari. Die Italiener reisen mit nur 12 Punkten zurück nach Maranello. Zusammen mit dem GP Monaco ist es die schwächste Ausbeute für Ferrari in diesem Jahr.

Schwächstes Wochenende für Ferrari

Schon die Startpositionen versprachen keine Punkteflut. Kimi Räikkönen nahm den GP England 2016 auf dem fünften Rang auf. Er sah die Zielflagge nach 52. Runden auf demselben Platz. Sebastian Vettel rückte nach einem Getriebewechsel vor dem Qualifying auf die elfte Position zurück. Viel Boden machte der viermalige Weltmeister im Auto mit der Startnummer fünf nicht gut. Vettel sammelte als Neunter lediglich zwei Punkte. „Es war unser schwächstes Wochenende“, resümierte der 29-jährige aus Heppenheim. „Wir waren nicht konkurrenzfähig genug, um aufs Podest zu fahren.“

Die Fahrer nahmen den Grand Prix hinter dem Safety Car auf, weil ein kräftiger Schauer die 5,891 Kilometer lange Bahn 20 Minuten vor dem Start gewässert hatte. „Die richtige Entscheidung“, befand Vettel. „Im ersten Streckenteil war es sehr nass. Im zweiten trockener.“ Der Ferrari-Star keilte gegen Pirelli aus. Die schwarzen Walzen des italienischen Reifenlieferanten scheinen Vettel nach seinen Gummi-Platzern in Spa 2015 und Österreich 2016 nicht zu schmecken. Diesmal kritisierte er die Regenreifen. „Die Full-Wets eignen sich bestenfalls, um hinter dem Safety Car um die Strecke zu rollen.“

Als die Rennleitung um Charlie Whiting das Safety Car am Ende der vierten Runde rein bat, folgten ihm beide Ferraris. Wie acht weitere Fahrzeuge. Davon profitieren konnten die Italiener aber nicht. Im Gegenteil: Das virtuelle Safety Car, ausgelöst von Pascal Wehrlein im sechsten Umlauf, schenkte Mercedes praktisch zehn Sekunden beim Stopp. Und Ferrari hatte einen großen Rückstand. Am Ende der elften Runde lag Räikkönen, dem Sergio Perez beim Reifenwechsel durchschlüpfte, schon fast 28 Sekunden hinter der Spitze.

Gleiche Probleme wie im Qualifying

Weder im Nassen noch im Trockenen kamen die roten Renner in Schwung. „Es war wie gestern“, beklagte der Iceman. Das ganze Wochenende war schwierig. Uns fehlt einfach Abtrieb. Den braucht man besonders bei wechselnden Bedingungen und dem Wind.„ Zwar schnappte sich Räikkönen Perez auf der Bahn. Der Abstand zu Mercedes im Ziel dürfte die Roten aber erschrecken. Er betrug 69,743 Sekunden auf den Sieger Lewis Hamilton.

Vettel fehlten gar über anderthalb Minuten. Der viermalige Weltmeister erlebte ein Rennen im Verkehr. “Hinter anderen Autos zu hängen, hilft deinen Reifen nicht unbedingt.„ Außerdem rutschte Vettel dreimal neben die Strecke. Die Strategie passte laut den Aussagen des Piloten. “Es war die richtige Entscheidung, so früh auf Trockenreifen zu wechseln.„ Vettel holte sich im 15. Umlauf als erster Fahrer überhaupt Slicks (Mediums) ab. “Ich habe einige Plätze gutgemacht. Leider habe ich sie durch einen Dreher in der ersten Kurve wieder verloren.„

Zu allem Überfluss brummten die Stewards um Fahrerkommissar Nigel Mansell Vettel eine Fünfsekundenstrafe auf. Weil er Felipe Massa im Kampf um den zehnten Rang aus ihrer Sicht unerlaubt von der Piste drängte. “Felipe trug es in der ersten Kurve etwas weit raus. Das gab mir die Chance, ihn in Kurve drei anzugreifen. Ich war innen, er außen. Wir haben beide gleichzeitig gebremst. Dann habe ich das Auto verloren und bin rausgerutscht. Was hätte ich tun sollen? Für mich war es ein Rennunfall.„

In den letzten Runden galt es für Vettel, genügend Vorsprung auf Daniil Kvyat herauszufahren, um wenigstens Neunter zu bleiben. Er schaffte es. Nach Addition der fünf Sekunden blieb er um 0,996 Sekunden vor dem Russen im Toro Rosso.

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