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Pleite für Ferrari

Nur 3 Punkte nach Maranello

Fernando Alonso - GP Bahrain 2014 Foto: xpb 76 Bilder

Es war nicht das Wochenende von Ferrari. Zuerst kritisiert Präsident Luca di Montezemolo die neue Formel 1, dann bekommt er die Quittung mit einem spannenden Rennen. Und seine Autos kommen dabei über eine Statistenrolle nicht hinaus. Alonso und Räikkönen sammelten nur drei Punkte.

07.04.2014 Michael Schmidt

Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo konnte von Glück reden, dass er das Ende des GP Bahrain nicht mehr miterlebte. Er hatte sich zusammen mit Bernie Ecclestone schon früh aus dem Staub gemacht. Wären die beiden Chefkritiker bis zum Schluss geblieben, hätten sie sich viel Spott im Fahrerlager anhören müssen.

Die Supershow von Bahrain konterkarierte ihre Kritik an der Königsklasse. Montezemolos Forderung man solle den Spritverbrauch raufschrauben oder die Rennen verkürzen, brachte die Schadenfrohen auf den Plan. "Vielleicht sollte man die Geraden verkürzen. Weil die Ferrari da so langsam sind."

Fünf Autos schneller als Ferrari

Fernando Alonso machte ein missmutiges Gesicht. Der Spanier kämpfte mit Kimi Räikkönen um die letzten beiden Punkte. "Das war unser Limit." Da wird ihn auch das Ergebnis, dass er zum dritten Mal vor Räikkönen lag, nicht fröhlicher gestimmt haben. Ferrari war chancenlos. Mercedes, Force India, Red Bull, Williams und eigentlich auch McLaren hatten schnellere Autos.
 
Alonso und Räikkönen konnten von Glück reden, dass Jenson Button nach der Safety-Car-Phase die Kupplung einging. "Die Strecke mit ihren langen Geraden passte nicht zu unserem Auto. Sie hat uns unsere Schwachpunkte aufgezeigt", meinte Alonso mitleidlos. Beim Top-Speed musste sich Alonso sogar um 10 km/h hinter den Red Bull-Piloten anstellen.

Fünf Runden hinter dem Safety-Car griffen Ferrari unter die Arme. "Das half uns, mit dem Sprit über die Runden zu kommen. Und es hat uns Zeit geschenkt. Sonst wäre der Rückstand auf die Mercedes noch größer ausgefallen."

Alonso erinnert an die Brawn GP-Story

Ferrari zählte zu den Teams, die drei Reifenwechsel brauchten, um über die Distanz zu kommen. Das ist kein gutes Zeichen, denn es zeigt, dass dem Auto die Traktion fehlt. Die Hinterreifen begannen schnell zu überhitzen. Obwohl es überall Baustellen gibt, wird Alonso nicht müde zu erzählen, dass der WM-Titel noch nicht verloren ist.
 
"Ich werde das solange erzählen, bis es mathematisch nicht mehr möglich ist. Hoffentlich erst in Abu Dhabi." Alonso verweist dabei auf die Saison 2009, in der Brawn GP auch mit einem riesigen Vorsprung in die Saison startete und dann fast noch eingeholt worden wäre.

Der Vize-Weltmeister sieht für die nächsten zwei Strecken wieder bessere Chancen. "In Shanghai und Barcelona hat es mehr Kurven. Die liegen unserem Auto besser. Außerdem erwarte ich da einen Schritt vom Auto."
 
Ferrari wird beim GP China die zweite Motorgeneration an den Start bringen. Sie soll zuverlässiger Power abliefern. Räikkönen konnte ebenfalls nur eine positive Erkenntnis mit nach Hause nehmen: "Die Probleme mit der Straßenlage sind zum Großteil gelöst."

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